Facebook und Google entscheiden, was Sie lesen sollen – und die NachDenkSeiten gehören offenbar nicht dazu

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05-03-21 12:11:00,

Einzelne Beiträge der NachDenkSeiten verschwinden auf mysteriöse Art und Weise auf Facebook in der Versenkung. Ein klares Muster ist dabei nicht zu erkennen. Fest steht jedoch, dass die Algorithmen von Facebook dafür sorgen, dass Nutzer dieser Plattform bestimmte Artikel von uns nicht zu Gesicht bekommen. Noch radikaler geht der Algorithmus von Google zu Werk. Seit dem letzten Update des Algorithmus hat sich die „Sichtbarkeit“ der NachDenkSeiten in der Suchmaschine mehr als halbiert. Warum? Das wissen auch wir nicht. Die Monopolisten aus dem Silicon Valley bestimmen, was Sie zu sehen bekommen – intransparent und undemokratisch. Als Betroffene sind wir da machtlos und auf unsere Leser angewiesen, wenn wir weiterhin unsere Reichweite erhöhen und mit unseren Texten etwas erreichen wollen. Helfen Sie uns dabei. Von Jens Berger.

Seit vielen Jahren sind die Beiträge der NachDenkSeiten auch auf unserer Facebook-Seite zu finden. Unsere Beiträge werden auf Facebook häufig geteilt und über dieses Medium finden auch zahlreiche neue Stammleser zu uns. Um so ärgerlicher ist es für uns, wenn einzelne Beiträge ohne einen erkennbaren Grund auf Facebook „verschwinden“. Wobei verschwinden nicht der Begriff ist. Die Beiträge sind noch im Netzwerk vorhanden und man erreicht sie, wenn man sie direkt aufruft. Wie von Geisterhand werden sie jedoch Nutzern von Facebook nicht mehr in ihrer Timeline angezeigt. Offenbar handelt es sich um eine subtile Form des „Shadow-Bannings“, bei dem der Blockierte nicht merkt, dass er blockiert wird. Ersichtlich wird dies jedoch, wenn man sich die Abrufstatistiken der einzelnen Beiträge auf Facebook anschaut.

Normale redaktionelle Artikel der NachDenkSeiten werden im Facebook-Netzwerk zwischen 10.000 und 30.000 Nutzern angezeigt. Redaktionelle Ankündigungen, die Hinweise des Tages oder die Leserbriefsammlungen kommen auf 5.000 bis 15.000 Einblendungen. Da ist es schon bemerkenswert, wenn plötzlich ein redaktioneller Artikel nur noch auf 2.000 Einblendungen kommt. So geschehen mit meinem am Mittwoch veröffentlichten Artikel „Im Namen des Wahnsinns“, in dem ich mich meinungsstark gegen die Auswüchse bei den Corona-Maßnahmen ausspreche.

Am Desinteresse der Leser wird dieser „Misserfolg“ wohl nicht liegen. Die Zahl der Leserbriefe zu diesem Artikel (die morgen bei uns erscheinen) war jedenfalls überdurchschnittlich. Zum Vergleich: Rainer Wernings Analyse der Nationale Befreiungskämpfe und politische Neukonstellation in Ost- und Südostasien nach der Kapitulation Japans und Frederico Füllgrafs Dokumentation über die Arbeit der UFA in Amazonien in der ersten Hälfte des 20.

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