Der Diskurskollaps | Von Ullrich Mies | KenFM.de

der-diskurskollaps-|-von-ullrich-mies-|-kenfm.de

07-03-21 08:37:00,

Die Corona-Diktatur bringt es an den Tag: Gehirnwäsche und Propaganda laufen auf Hochtouren.

(Dieser Text in eine leicht modifizierte Version aus dem Buch Mega-Manipulation: Westend Verlag, Frankfurt, August 2020, Seite 294-308).

Ein Standpunkt von Ullrich Mies.

„Denn ebenso wie es üblich ist, vom Gesicht einer Zeit, eines Landes zu reden, genau so wird der Ausdruck einer Epoche als ihre Sprache bezeichnet“ (1).

Aktualisiertes Propaganda-Modell

Ende der 1980er Jahre hatten Edward S. Herman und Noam Chomsky in ihrem Propaganda-Modell (2) formuliert, welche fünf Filter die Berichterstattung der Mainstream-Medien kennzeichnen, um abweichende Auffassungen aus ihren Veröffentlichungen herauszuhalten. Dieses Propaganda-Modell hatten sie in den Jahren 2002 und 2008 modifiziert, ihr ursprüngliches Modell gleichwohl nicht verworfen (3). Die Mainstream-Medien hinterfragen nicht:

  1. die Eigentumsverhältnisse und Profitorientierung der Kontrollgruppe,
  2. die Werbung als Haupteinnahmequelle,
  3. die weitgehende Abhängigkeit von Regierungs- und Unternehmensquellen, von Pentagon und State Department (Außenministerium der USA) und deren „Experten“ für die Nachrichtengewinnung,
  4. die vorherrschende Tendenz, Mächtige nicht zu attackieren,
  5. die „religiöse Verehrung“ der Marktwirtschaft beziehungsweise des Kapitalismus.

„Der Filterprozess ist in die Medienstrukturen eingebaut und erfordert keine top-down-Befehle oder Verschwörungen“ (4).

Seit der letzten Überarbeitung dieses Propaganda-Modells sind Jahre vergangen und die neoliberale Konterrevolution ist über die sogenannten westlichen Demokratien hinweggefegt. Darum will ich diesen fünf Filtern sechs Narrative zur Seite stellen, weil sich im Laufe einer Generation die gesellschaftlichen Zustände massiv radikalisiert haben. Zugleich will ich aufzeigen, wie die Mainstream-Medien und ihre ideologische Gefolgschaft die Kritiker dieser Narrative diffamieren.

Erstes Narrativ:

Der Neoliberalismus als überragende Ideologie des Westens sowie der globalisierte Konzern-Kapitalismus sind unantastbar und ebenso die Europäischen Union als Völker verbindendes demokratisches Projekt. Keinesfalls darf die EU als das erkannt werden, was sie ist: ein marktradikales Projekt der Herrschaftseliten. „Westliche Wertegemeinschaft“ und „liberale Demokratie“ unter der Herrschaft der (Finanz-)Märkte sind nicht in Frage zu stellen.

Wer „die unsichtbare Hand der Märkte“ in Abrede stellt, die Verheerungen des Neoliberalismus wie Reichtumsumverteilung von unten nach oben, Privatisierungen, Schadensverlagerung auf die Allgemeinheit, Regierungspolitik im Sinne der Konzerne sowie die negativen Auswirkungen der Freihandelsabkommen kritisiert, wird als Ketzer wider die allein denkbare neoliberale Ideologie verunglimpft.

Zweites Narrativ:

Pentagon, NATO, EU und Bundeswehr schützen die „westlichen Werte“.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: