Der wirkliche Skandal der britischen Königsfamilie: Ihre Beteiligung am Jemenkrieg

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08-03-21 08:53:00,

Bild: Pixabay License

Die Royals und Waffendeals mit Golf-Potentaten. Wie relevant ist der Tod unschuldiger Jemeniten für Prinz Charles?

In einer Ansprache im Februar verkündete US-Präsident Joe Biden, die gesamte Unterstützung der Vereinigten Staaten für offensive Operationen im Jemen-Krieg einzustellen. Dies solle auch entsprechende Waffenverkäufe einschließen.

Gleichwohl versprach Biden, Saudi-Arabien weiterhin dabei zu unterstützen, sich gegen Raketenangriffe der Houthis zu verteidigen, die von Iran unterstützt werden. Wie aber soll diese Unterstützung aussehen? Problematisch bleibt, wie zwischen offensiven und defensiven Kriegshandlungen unterschieden wird.

So stellten auch einige Kongressabgeordnete ein paar Fragen und richteten sich damit per Brief an Präsident Biden. “Wie definieren Sie Waffen?” und “Was ist der Unterschied zwischen einer Offensivwaffe oder einer Defensivwaffe?”, lauteten einige der Fragen, die der Kongressabgeordnete Peter DeFazio stellte.

Joe Biden und der Jemen-Krieg

Diese Fragen mögen absurd klingen und doch haben sie ihre Berechtigung, da kein Staat und keine militärische Gruppe wohl von sich aus behaupten würde, einen offensiven Angriff starten zu wollen.

Die gängige Argumentation ist allzu oft (egal ob nun im Jemen oder in anderen Ländern, die vom Krieg heimgesucht werden), dass man sich gegen den Aggressor verteidigen müsse. Dabei begannen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihren illegalen Angriffskrieg im Jemen im März 2015 und wurden sowohl von der USA als auch von Frankreich und Großbritannien unterstützt.

Die Beteiligung der USA am Krieg im Jemen fand also bereits unter der Obama-Administration statt, als Joe Biden Vizepräsident war. Unter den Regierungen von Obama und Trump unterstützte die USA die Intervention mit Waffenverkäufen – selbst, als die saudische Luftwaffe zivile Ziele wie Schulen und medizinische Kliniken bombardierte.

Zweifelsohne wäre es wünschenswert, wenn die Biden-Administration ihre militärische Unterstützung der Saudis und der Vereinigten Arabischen Emiraten kappen würde. Aber die Vergangenheit hat leider zu oft gezeigt, dass man diesen Worten nicht ohne weiteres vertrauen kann. Die US-amerikanische Beteiligung an der Verwüstung des Landes und der Tötung von Zivilisten als alleiniges Resultat der Trump-Administration zu bezeichnen, wäre auch unaufrichtig.

Die Royal Family als Anbahner von Geschäften

Während die USA unlängst offiziell den saudischen Kronprinz Mohammed bin Salman für die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi verantwortlich gemacht haben und somit das saudische Königshaus erneut verurteilte, gab es vonseiten der britischen Regierung noch kein Wort der Kritik.

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