Ein anderer Blick auf die Geschichte: Das russische Fernsehen über Winston Churchill | Anti-Spiegel

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08-03-21 10:13:00,

Die westlichen Geschichtsbücher feiern Winston Churchill als großen Staatsmann. Allerdings hat Churchill außerhalb des Westens einen ganz anderen Ruf.

Da es für mich immer wieder faszinierend ist, wie unterschiedlich geschichtliche Ereignisse im Westen und außerhalb des Westens gesehen werden, habe ich einen Beitrag des russischen Fernsehens aus der Sendung „Nachrichten der Woche“ vom Sonntag über Churchill zum 75. Jahrestag seiner berühmten Fulton-Rede übersetzt. Der Beitrag zeigt, dass die Geschichte vielleicht etwas anders zu sehen ist, als wir es im Westen in der Schule lernen.

Beginn der Übersetzung:

Im Zweiten Weltkrieg war der britische Premierminister Winston Churchill ein Verbündeter Stalins und versuchte dann, unser Land zu zerstören. Interessanterweise liegt den Briten ein Gefühl der Überlegenheit gegenüber den Russen im Blut, aber ausgerechnet in Russland lernte Churchill, dass heißes und kaltes Wasser zum Hände waschen aus einem Wasserhahn kommen kann, und man das Wasser nicht, wie es immer noch in englischen Häusern üblich ist, ins Waschbecken eingelassen werden muss, um sich darin die Hände zu waschen. Es ist interessant zu lesen, wie Churchill selbst in seinem Buch „Wie ich mit Russland gekämpft habe“ darüber schreibt.

Im August 1942 kam er zum ersten Mal zu Stalin nach Moskau, um zu mitzuteilen, dass die Zweite Front in Europa in dem Jahr nicht eröffnet werden würde. Und hier ist Churchills zivilisatorische Entdeckung, von der er mit echter Überraschung schreibt: „Ich bemerkte, dass es keine separaten Wasserhähne für kaltes und heißes Wasser über den Waschbecken gibt. Heißes und kaltes Wasser, gemischt auf die gewünschte Temperatur, floss durch einen einzigen Wasserhahn. Außerdem musste man sich die Hände nicht in der Spüle waschen, das konnte man unter dem Wasserstrahl aus dem Hahn tun. In ähnlicher Form habe ich dieses System später zu Hause verwendet.“

In Churchills Buch „Wie ich mit Russland gekämpft habe“ sind viele Details, aber auch viele Auslassungen. So steht dort beispielsweise nichts von einem geheimen Plan namens „The Unthinkable“, den Churchill im Frühjahr 1945 von seinem Militärkommando erbat. Es war ein Plan, um in Europa nach dem Krieg einen neuen Krieg gegen die UdSSR entfesseln, in dem Großbritannien und die Vereinigten Staaten mit den Resten von Hitlers Armee auf ihrer Seite kämpfen wollten. Der amerikanische Militärkolumnist Michael Peck schreibt: „Der Plan „The Unthinkable“ sah vor, dass Demokratien wie Großbritannien und die Vereinigten Staaten Krieg gegen die Sowjetunion führen würden.

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