Globales Finanzsystem: Die vorsätzliche Zerstörung läuft | Von Ernst Wolff | KenFM.de

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08-03-21 01:25:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Viele Menschen warten zurzeit sehnsüchtig auf das Ende der Lockdowns. Sie hoffen darauf, dass die Geschäfte wieder öffnen, die Arbeitslosigkeit zurückgeht, die Wirtschaft erneut in Gang kommt und sie endlich in ihr altes Leben zurückkehren können.

Doch das wird nicht geschehen, und zwar aus folgendem Grund: Die Lockdowns sind nicht die Ursache der gegenwärtigen Probleme, sondern nur ein Brandbeschleuniger, der den wirtschaftlichen Zerfall auf dramatische Weise verschärft.

Der Mittelstand, der bereits vor den Lockdowns in Schwierigkeiten steckte, ist schon zu einem erheblichen Teil in den Ruin getrieben worden, kleine und mittlere Banken stehen vor einer Welle von nicht verkraftbaren Kreditausfällen und die Staatshaushalte weisen riesige Löcher auf.

Vor uns liegt eine nie dagewesene Flut an Insolvenzen kleiner und mittlerer Betriebe. Banken werden gerettet werden müssen, die Arbeitslosigkeit wird explodieren, Preise werden steigen, die Steuern werden erhöht und Sozialleistungen gekürzt werden. Der Lebensstandard der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung wird einbrechen. Wir werden in den vor uns liegenden Monaten eine Verödung der Innenstädte und eine seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gekannte Ausbreitung von Armut und Obdachlosigkeit erleben.

Zugleich werden wir eine weitere Zunahme der bereits gigantischen Spekulation an den Finanzmärkten sehen. Sie wird die die soziale Ungleichheit, die jetzt schon einen historischen Rekordstand erreicht hat, weiter verschärfen. Wir werden auch erleben, dass man uns die Grundrechte, die uns in den vergangenen zwölf Monaten genommen wurden, nicht wieder zurückgibt und dass die Zensur, die seit einigen Monaten ausgeübt wird, nicht etwa abgeschafft, sondern weiter verschärft wird.

All das lässt sich voraussagen, wenn man nicht, wie die meisten Menschen, in Schockstarre auf Inzidenzen und Mutationen schaut, sondern sich ganz nüchtern den Zahlen in der Wirtschaft und im Finanzsektor widmet. Sie zeigen, dass das globale Finanzsystem, das seit der Krise von 2007/08 künstlich über Wasser gehalten wurde, mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr aufrecht zu erhalten ist. Da die Zinsen weltweit bei null angekommen sind, lässt sich der Zusammenbruch des Systems nur noch durch unbegrenzte Geldschöpfung zeitlich hinausschieben. Der Preis dafür ist die unerbittlich fortschreitende Entwertung des Geldes.

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