Farbe bekennen

farbe-bekennen

11-03-21 11:39:00,

Nicht mehr um Meinungen und Maßnahmen geht es, sondern ums Überleben. Mittels dieser sogenannten Corona-Maßnahmen wird Krieg gegen die Menschen geführt. Es geht um die Zerstörung der Gesellschaft. Nach drei „Ermächtigungsgesetzen“ (1) werden Notstandsgesetze aufrechterhalten, die unsere Grundrechte außer Kraft setzen und die mühevoll über Jahrhunderte errungenen Freiheiten null und nichtig machen.

Wo bleibt der Aufschrei? Hier können wir nicht mehr tatenlos zusehen, nachdem wir als Künstler unterschiedlichster Sparten unser Leben dem „We will never forget and we won‘t let it happen again“ (1995 — Thalia Theater Hamburg, Veranstaltung zu 50 Jahre Befreiung von Auschwitz mit internationalen Künstlern) gewidmet hatten. Viele unter uns, so auch ich, haben sich mit ihrer Arbeit dem Durchleuchten und Vergegenwärtigen der Geschichte und dem Verunmöglichen autokratischer Impulse verschrieben.

In meinem eigenen Empfinden krankte hier, dass auch das Kunst- und Kultursystem, besonders das Theatersystem im deutschsprachigen Raum, eine sehr hierarchisch aufgebaute Struktur hat. Über die vergangenen Jahre entstand immer mehr eine unüberwindbare Spaltung in diesem System, in dem Menschen der Willkür anderer Menschen ausgesetzt sind, über Freiheit und Frieden zu sprechen.

Mit den Jahren wurde so immer weniger über die hehren Ideale gearbeitet, sondern vielmehr das Spaltende, Verletzende, Technoide der vorherrschenden Ideologie in Szene gesetzt — unter dem Deckmantel der Kritik an den Verhältnissen. Aber jeder, der feinfühlig ist, weiß, dass mit der Verstofflichung von Gedanken Energie- und Informationsfelder erzeugt werden, die im Raum bleiben und ihre Wirkung haben. Alles, was auf einer Bühne geschieht, ist im Raum wie in der Realität. Es ist eine analog erzeugte, virtuelle Realität, die ebenso wie Gedanken, Worte und Taten das Kollektiv beeinflusst.

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf Deine Worte, den sie werden Taten …“ — Charles Reade (1814 bis 1884).

Solche Sprichwörter haben einen tiefen Sinn. Wenn wir am Theater und auch sonst im Leben dies beherzigen, dann können auf der Bühne des Lebens Wunder geschehen, und solche kleinen Wunder habe ich auch ein paar Mal in meiner langjährigen Bühnenerfahrungen erleben dürfen.

Herrscht allerdings der „Ugly Look“ und das Gewaltsame vor, dann wird eben diese Kraft durch die Bühne potenziert, selbst wenn die Macher oft ehrlicherweise Kritik am System üben wollten. Gute Absichten garantieren nicht das Gelingen. Hier gelten andere, kosmische Gesetze, die wir kollektiv aus den Augen verloren haben.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: