Veronika Hackenbroch und die Taktik des „Spiegel“

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11-03-21 09:42:00,

Der SPIEGEL gehört zu den Medien, die in Sachen „Corona“ einen besonders alarmistischen Kurs fahren und er tut sich besonders in unsachlicher Berichterstattung über Kritiker der Regierungslinie hervor. Unser Leser Gerold Scholz hat dies am Beispiel der SPIEGEL-Journalistin Veronika Hackenbroch rekonstruiert.

In der Spiegel-Ausgabe Nr. 4 vom 23. 1. 2021 stellen die Spiegel-Journalistinnen Veronika Hackenbroch und Rafaela von Bredow dem Berliner Virologen Christian Drosten die folgende Frage:

„Einen größeren Schaden als Corona-Leugner haben im vergangenen Jahr wohl Experten angerichtet, die immer wieder gegen wissenschaftlich begründete Maßnahmen argumentiert haben, zum Beispiel Jonas Schmidt-Chanasit und Hendrik Streeck. Priorität müsse es haben, die Risikogruppen zu schützen, hörte man oft aus diesem Lager. Dabei ist längst klar, dass dies bei hohen Fallzahlen nicht funktioniert. Wann platzt Ihnen der Kragen?“ (S.94)

Diese Frage verstößt fundamental gegen journalistische Regeln. Es ehrt Christian Drosten, dass er sich in diesem Gespräch nicht darauf eingelassen hat und stattdessen antwortete:

„Wollen Sie, dass ich jetzt Kollegen namentlich kritisiere? Ich halte nichts davon, ad personam zu gehen“

In der folgenden Ausgabe Nr. 5. vom 30. 1. 2021 druckt der Spiegel drei Leserbriefe ab, wovon sich zwei sehr kritisch zu dem Interview äußern. Ein Peter Rohde schreibt:

„Ein so profanes und kritikloses Interview musste ich glücklicherweise schon länger nicht mehr im SPIEGEL lesen. (…) Bis zu diesem Interview meinte ich, dass nur der Papst als lebender Mensch unfehlbar wäre. Und dann maßen sich Ihre Redakteurinnen auch noch an, alle, die nicht Drostens Meinung sind, als wissenschaftliche Dilettanten zu diffamieren.“ (S.129)

Und Martin Heß aus Frankfurt schreibt:

„Zwei anerkannte Wissenschaftler wie die Herren Streeck und Schmidt-Chanasit so darzustellen, als hätten sie im `vergangenen Jahr wohl einen größeren Schaden als Corona-Leugner angerichtet´ ist nicht nur unter dem Niveau des SPIEGEL, sondern macht ihn nicht besser als genaue jene Medien, von denen er sich durch sachliche und fundierte Reportagen abheben will. Mit dem Trick, diese Behauptung noch einem dritten Wissenschaftler als Suggestivfrage zu stellen – der glücklicherweise nicht darauf hereingefallen ist – desavourieren sich die Interviewenden vollends.“ (S.129)

Herrn Heß ist zuzustimmen in der Interpretation, dass sich die beiden Interviewerinnen desavouiert haben. Er hat – und darum geht es in diesem Text – unrecht, wenn er glaubt, dies sei unter dem Niveau des SPIEGEL.

Ich bleibe zunächst bei Frau Hackenbroch.

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