Die Gedankenhygiene

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12-03-21 11:40:00,

Wir wissen, wie der Zustand der Welt ist, draußen, vor unseren Fenstern. Wir haben gesprochen, geschrieben und mit uns gerungen. Die grenzenlose Verbundenheit mit unseren Mitmenschen auf den großen Versammlungen, auf denen wir gemeinsam für das einstanden, was uns kostbar ist, trägt uns noch ein Stück weit.

Draußen haucht der Winter seine letzten Atemzüge aus und der nächste Frühling kündigt sich an. Das Licht wird wieder heller, verspielter und Bienen summen ihre ersten Runden. Trotz des beruhigend steten Kreislaufs der noch unabänderlichen Rhythmen dieser Welt, ist diese, wie wir sie kannten, vor beinahe einem Jahr abgetreten. Wir müssen aber weiter unsere Wege gehen. Wie stiften wir uns Sinn? Wie schließen wir uns an unsere Quelle des Vertrauens an, die wir und vor allem unsere Kinder benötigen, wie den Atem zum Leben?

Die Zeit hat ihre Tribute gefordert. Das Sprechen auf Demonstrationen und die Arbeit für Grundrechtevereine lockt die Staatsanwälte auf den Plan. Der Staatsschutz stürmt unsere Wohnräume und sucht wahnhaft nach Volksverhetzern, die nur Nazis sein können (1). Legen die Menschen, die in diesen Häusern leben, nachts ihre Hörgeräte ab, so werden die Türen morgens eingetreten. Es genügt offensichtlich bereits der Verdacht der Nutzung „unrichtiger Gesundheitszeugnisse“, um Menschen in ihren intimsten Grundrechten zu beeinträchtigen.

Dieses unhöfliche, maßlose Vorgehen eignet sich unbestreitbar zur Diskreditierung aller Beteiligten. Die Beamten wittern die Übergriffigkeit, derer sie sich mitschuldig machen, wenn sie unsere anmutigen Häuser gewaltsam betreten, in denen die Kinder geborgen sein sollen. Wenn derartige Vorstöße auch Hoffnung schüren, in ihrer Bildermacht, der sich die Polizisten aussetzen, sind sie am Ende armselig. Welch Trauerspiel für die Menschheit.

Wir haben uns also gewöhnt, an den Wahnsinn. Es macht wenig Freude, das anzuerkennen, denn wir wollten das nicht. Die Wahnsinnigen, die die neue Normalität für uns ersponnen, konnten in diesem Punkt jedoch nur recht behalten: Wir können uns dem Wahnsinn nicht entziehen, jedenfalls nicht ganz.

Der Alltag ist nur unter Methoden zu leben, die das ganze Jahr zur Puppenkiste machen. Es wurde normal, dass Menschen davonspringen wenn wir ihnen zu nahe kommen.

Sie schreien, voll Panik, wenn wir die MK-Ultra-Riten (2), nicht befolgen. Damit lernten wir, umzugehen. Auch mit der Jeden-Tag-Kriminalisierung.

Unsere Kinder haben weiterhin Geburtstag. Den Schaden, der daraus entstünde, keine Gäste mehr einzuladen und nicht mehr zu feiern, müssen wir am Ende immer selbst tragen.

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