Russisches Außenministerium: “Deutsche Regierung stuft Russland als Feind ein” | Anti-Spiegel

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12-03-21 07:59:00,

Auf eine eigentlich banale Journalistenfrage hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums eine ausgesprochen interessante und deutliche Antwort gegeben, die zeigt, dass die deutsch-russischen Beziehungen wohl auf dem Tiefpunkt der Nachkriegsgeschichte angekommen sind.

Wenn die deutsche Regierung das Ziel hatte, die deutsch-russischen Beziehungen schnell und mit aller Gewalt zu zerstören, hat sie im Fall Navalny alles richtig gemacht. Schon im Oktober hat das russische Außenministerium mitgeteilt, dass durch das deutsche Verhalten die „Beziehungen zerstört und das Band des Vertrauens zerschnitten“ worden ist. Für Deutschland, dessen Regierungen in den letzten 50 aufbauend auf der Ostpolitik von Willy Brandt und Helmut Kohl stolz auf die vielleicht nicht immer guten, aber dafür immer vertrauensvollen Beziehungen zu Russland waren, ist das eine Bankrotterklärung. Es wurde eine der größten geopolitischen Errungenschaften verspielt, die Deutschland hatte: Die international allseits anerkannte Rolle als pragmatischer Vermittler.

Die deutsche Regierung geht den Weg der Zerstörung der deutsch-russischen Beziehungen mit Vorsatz, wie man aus Antworten auf parlamentarische Anfragen im Bundestag ersehen kann. Da diese Vorgänge auch im Ausland, also auch in Moskau, aufmerksam verfolgt werden, hat das russische Außenministerium dazu im Februar sehr deutliche Worte gefunden.

Und da Deutschland bei der aktuellen Verschlechterung der Beziehungen zu Moskau auch innerhalb der EU mittlerweile zur treibenden Kraft geworden ist, sind auch die Beziehungen zwischen der EU und Russland auf einem solchen Tiefpunkt angelangt, dass sogar der russische Außenminister Lawrow offen von einer Beendigung der Beziehung spricht, die seiner Ansicht nach „in Fetzen zerrissen“ sind. All das ist das Verdienst der deutschen Politik der letzten sechs Monate.

Bei ihrer Pressekonferenz am 12. März wurde die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharova, nach einer Meldung der „Welt am Sonntag“ gefragt. Die Frage war eigentlich recht unverfänglich, aber die Antwort hatte es in sich. Ich habe die Frage und die Antwort komplett übersetzt. Wenn Meldungen aus „ungenannter Quelle“ kommen

Bevor wir zu der Übersetzung kommen, noch eine Vorbemerkung dazu, warum ich die Antwort für so bemerkenswert halte. Ich habe immer wieder darauf hingewiesen und belegt, dass man sehr vorsichtig sein muss, wenn die Medien sich auf „ungenannte Quellen“ berufen, von denen sie angeblich interne oder vertrauliche Dokumente haben, über die sie dann berichten. Das bedeutet nämlich nur eins: Die Regierung (oder der Geheimdienst) will,

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