Und Corona sprach

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13-03-21 03:53:00,

Wer nachfragt, der bekommt Antwort. Wenn Corona spricht, wird Tacheles geredet. Also sprach Corona. Die Psychologie einer geistigen Pandemie ist die Auseinandersetzung des Psychologen Wilfried Nelles damit, wie die Menschheit ihrer eigenen Vergänglichkeit begegnet, dem, was tatsächlich ist (1). Corona ist. Das Virus ist weder gut noch schlecht. Es ist so, wie das Leben ist. Es ist das, was wir daraus machen. Anstatt die Krone anzunehmen, die uns gereicht wird, uns in Klarsichtigkeit zu üben und nach Wahrheit und neuen Wegen zu suchen, lassen wir uns von Mutti an der Leine herumführen.

Den Jüngsten wird die Verantwortung für die Ältesten zugeschoben und dabei die Kindheit geraubt. Wie schnell sich die Kinder an die Maske und die Abstandsregeln gewöhnt haben, wird vielerorts gelobt. So schnell, wie sie sich an das Gewehr gewöhnen, das man ihnen in die Hand drückt, so wie sie stillhalten, wenn der Papa oder der gute Onkel ihnen die Hand zwischen die Beine schiebt. Aus Angst, die Liebe der Erwachsenen zu verlieren, ertragen Kinder zumeist wortlos, was man ihnen aufdrängt. Wie schwer die Traumatisierung von Menschen ist, die in maskierte Gesichter blicken müssen und sich verantwortlich für das Leben von Oma und Opa fühlen, wird erst Jahre später sichtbar werden. Nur eines ist sicher: Diese Menschen werden große Schwierigkeiten haben, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, Zugang zu ihren Gefühlen zu finden und Nähe zuzulassen.

In der virtuellen Welt, in die uns der Umgang mit Corona drängt, ist das nicht erwünscht. Hier gibt es Porno statt Liebe und einsames Masturbieren statt der Begegnung zweier Körper.

Ein Mensch mit eigenen und authentischen Bedürfnissen wäre hier ein großer Störfaktor. Wir sollen das wollen, was die Werbung uns eingibt und was dem System dient. Klebstoff hierfür sind unsere Bequemlichkeit, unser Sicherheitsbedürfnis und unsere Sucht nach Anerkennung. Hand in Hand gehen Politik und Medien und machen Corona nicht, wie Angela Merkel es darstellt, zur größten politischen Herausforderung, sondern zum größten politisch-medialen Skandal seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland.

Corona selbst ist nichts Außergewöhnliches. Vor zwölf Jahren forderte die Asiatische Grippe ebenso viele Tote. Das Außergewöhnliche ist, wie die Welt damit umgeht. Wir haben, so macht Wilfried Nelles deutlich, kollektiv den Verstand verloren. Die Wissenschaft wurde zur Religion und die eigene Meinung heiliggesprochen. Wer ihr widerspricht, ist ein Häretiker. Auf den Altären der Ismen verkümmerten unsere Ideen zu Dogmen und ließen uns vergessen,

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