“Festnahmen” von Oppositionellen in Moskau – Was der Spiegel mal wieder verschweigt | Anti-Spiegel

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14-03-21 02:10:00,

Der Spiegel am 13. März „Festnahmen“ von Oppositionellen in Moskau gemeldet. Dabei hat er mal wieder alles weggelassen, was nicht ins gewollte Bild passt. Wie sich leicht belegen lässt, war das erneut eine bewusste Desinformation der Leser.

Unter der Überschrift „Razzia in Moskau – Polizei nimmt Dutzende Oppositionspolitiker fest“ hat der Spiegel am Samstag gemeldet:

„Russische Sicherheitskräfte haben in Moskau eine legale Veranstaltung der Opposition aufgelöst und Dutzende Menschen festgenommen.“

Schon dieser erste Satz in dem Artikel ist gelogen. Die Veranstaltung war keineswegs legal, denn es wurde gegen zwei Bestimmungen verstoßen. In gilt Russland für solche Veranstaltungen immer noch eine Maskenpflicht, gegen die viele Teilnehmer verstoßen hatten. Als die deutsche Polizei im Januar in Berlin eine vergleichbare Veranstaltung aufgelöst hat, bei der Gegner der Corona-Maßnahmen die Gründung einer neuen Partei besprechen wollten, hat der Spiegel die Auflösung dieser Veranstaltung unter der Überschrift „Angebliche Parteigründung – Polizei löst illegales Treffen von Corona-Verharmlosern in Berliner Bar auf“ gefeiert. Wenn das gleiche in Russland passiert, ist das für den Spiegel aber ganz böse.

Ich halte den Masken-Vorwand zur Auflösung eine regierungskritischen Veranstaltung weder in Russland noch in Deutschland für gerechtfertigt. Aber im Gegensatz zum Spiegel messe ich nicht mit zweierlei Maß. Eine oppositionelle Veranstaltung mit dem Hinweis auf fehlende Masken aufzulösen, finde ich in beiden Ländern schlecht. Der Spiegel hingegen findet das gut, wenn es Leute betrifft, die eine andere Meinung haben als der Spiegel, und er findet es schlecht, wenn es Leute trifft, die er ganz toll findet. Und Gegner der russischen Regierung findet der Spiegel sogar dann toll, wenn es sich eingefleischte Rassisten und Nationalisten wie Navalny handelt. Welche Hintergdünde der Spiegel seinen Lesern verschweigt

Der Spiegel berichtet dann in dem Artikel von mindestens 150 Festahmen und schreibt anschließend:

„Offizielle Angaben zu den Hintergründen gab es zunächst nicht. Medienberichten zufolge wurde den Teilnehmern »Zusammenarbeit mit einer unerwünschten Organisation« vorgeworfen.“

Da der Spiegel sich auf „Medienberichte“ beruft, kann man sicher sagen, dass der Spiegel seinen Lesern hier bewusst Informationen vorenthält, von denen er bereits wusste, als der Artikel geschrieben wurde. Der Spiegel-Artikel ist um 12.32 Uhr veröffentlicht worden russische Medien haben aber bereits seit 11.00 Uhr Moskauer Zeit (9.00 Uhr deutsche Zeit) darüber berichtet und auch die Hintergründe genannt: Die Polizei sieht als Veranstalter eine in Russland unerwünschte Organisation und zwar die NGO „Open Russia“ von Michael Chodorkowski.

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