Die Faschismus-Bauanleitung

die-faschismus-bauanleitung

16-03-21 12:01:00,

von Naomi Wolf

Im Jahr 2008 schrieb ich ein Buch mit dem Titel „Wie zerstört man eine Demokratie“. Darin warnte ich, basierend auf meinem Studium der gescheiterten Demokratien im Laufe des 20. Jahrhunderts, dass Amerika sich vor einem nur allzu möglichen Abgleiten in den Totalitarismus hüten müsse.

Ich erläuterte, dass Möchtegern-Tyrannen, egal ob links- oder rechtsstehend, immer denselben Fahrplan benutzen, um Demokratien zu beenden, und dass sie immer dieselben zehn Schritte vollziehen.

Ganz egal, ob sie „eine äußere und innere Bedrohung heraufbeschwören“ oder „eine paramilitärische Truppe aufbauen“ oder „die Presse einschränken“ oder im letzten Schritt „die Rechtsstaatlichkeit untergraben“ — diese Schritte sind immer erkennbar, und sie funktionieren stets, um Demokratien zu zerschlagen und Tyranneien zu errichten. Zu der Zeit, als ich das Buch schrieb, war die „globale Bedrohung“ durch den Terrorismus das Gespenst, das die Mächte heraufbeschworen, um unsere Freiheiten anzugreifen.

Das Buch wurde viel gelesen und diskutiert, sowohl zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung als auch in den letzten zwölf Jahren. Dabei fragten mich die Leute regelmäßig, wann und ob wir Schritt 10 erreicht hätten.

Wir — meine mutige Verlegerin, Chelsea Green, und ich — veröffentlichen jetzt, im Jahr 2021, kostenlose Videos, in denen ich das erste und das letzte Kapitel (siehe unten) von „Wie zerstört man eine Demokratie“ vorlese. Und ich nenne die Fortsetzung des Buches, an der ich gerade schreibe, „Zehnter Schritt“ — denn seit März letzten Jahres sind wir in der Tat, wie ich leider sagen muss, beim letzten Schritt auf dem Weg zum Faschismus angekommen.

Obwohl ich 2008 nicht explizit vorhergesehen habe, dass eine medizinische Pandemie das Vehikel sein würde, um den gesamten Globus zu Schritt 10 zu bewegen, habe ich an verschiedenen Stellen vor den Gefahren medizinischer Krisen gewarnt, die Tyrannen nutzen können, um die Unterdrückung der Bürgerrechte zu rechtfertigen.

Heute dient eine gehypte medizinische Krise als Vorwand, um uns zentrale Freiheiten zu rauben, wozu die Angst vor Terrorismus trotz 20-jähriger Bemühungen letztlich nicht in der Lage war.

Im Jahr 2015 wurde ich in den Mainstreammedien weithin verspottet, weil ich vor der Hysterie warnte, die die Ebola-Berichterstattung begleitete. Damals warnte ich auch davor, dass Infektionskrankheiten als Rechtfertigung für die Unterdrückung von Freiheiten benutzt werden könnten, immer unter dem Deckmantel von Notfallmaßnahmen.

Im Jahr 2020 zeigte ich in meinem Buch „Sex,

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: