ARD-Stimmungsmache gegen Russland: „Das hat da nicht hingepasst“

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18-03-21 01:19:00,

„[Die] wollten mir die Eier abschneiden“ – mit diesen Worten zitieren derzeit Medien in Deutschland den ehemaligen Fußball-Nationalspieler und TV-Experten Mehmet Scholl. Der Grund: Scholl hat den Mund aufgemacht und erzählt, warum die ARD und er seit Sommer 2017 getrennte Wege gingen. Interessant für die NachDenkSeiten ist die „Causa“ Scholl deshalb, weil einmal mehr ein Einblick in die deutsche Medienwelt im Zusammenhang mit Russland sichtbar wird. Der Eindruck, sagt Marcus Klöckner in einem Kommentar für die NachDenkSeiten, verfestigt sich, dass so manche Redaktionen auf Biegen und Brechen versuchen, Russland bei jeder nur denkbaren Gelegenheit in ein schlechtes Licht zu rücken. Und wenn die Situation für dieses Vorhaben nicht passt, dann wird sie eben passend gemacht. Mit Journalismus dürfte die ARD-Entscheidung jedenfalls nichts zu tun gehabt haben, sondern mit Weltanschauung. Scholl hat das gemerkt – irgendwie.

Rückblende: Deutschland hatte den Einzug ins Confed-Cup-Halbfinale geschafft, die U21-Spieler marschierten ins EM-Halbfinale „und wir hatten 33 Grad. Alles war perfekt“, so Mehmet Scholl. Anders gesagt: Der blaue Himmel und der Sonnenschein strahlten mit Fußball-Deutschland um die Wette – was will man mehr?

Nun, für die Verantwortlichen in der entsprechenden ARD-Redaktion war das offensichtlich zu viel des Guten. Schließlich fand der Confed-Cup ja in Russland statt und galt als Vorbereitung für die Weltmeisterschaft, die ein Jahr später dort stattfinden sollte. Etwas Wasser sollte also in den Wein geschüttet werden. Plötzlich stand das Thema „Doping in Russland“ auf dem Programm und der ehemalige Bayern-Spieler Scholl sollte darüber reden.

Doch Scholl wollte nicht. So kolportierten es zumindest die Medien. Hinter den Kulissen musste es zwischen Scholl und der ARD gescheppert haben. Der Fußballexperte, der seit 2008 für die ARD als Kommentator und Experte im Dienst war, kehrte dem Sender den Rücken. Doch was genau hinter den Kulissen abgelaufen ist, blieb im Dunkeln – bis jetzt.

Lesen Sie dazu auch auf den NachDenkSeiten: Mein lieber Scholli – schön, dass so langsam immer mehr Menschen „Nein“ zur Anti-Russland-Kampagne sagen

Im Bild-Podcast „Phrasenmäher“ sagte Scholl nun: „Dann habe ich zu meinem Assistenten gesagt: Jetzt erzähl’ mir nicht, dass sie mit etwas Negativem aufmachen!? Es gab überhaupt keinen Grund für irgendetwas Negatives. Und dann kommen die mit Russland-Doping um die Ecke. Und dann hab’ ich nur gesagt: Die Story kommt raus oder ich gehe.

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