Wird der Kampf gegen RT-Deutsch zu einem Eigentor für die deutschen Medien in Russland? | Anti-Spiegel

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18-03-21 11:53:00,

Seit RT-Deutsch verkündet hat, mit einem eigenen Fernsehprogramm ins deutsche Kabelnetz zu wollen, haben die deutschen Medien zu einem Frontalangriff geblasen und sogar deutsche Banken haben sich dem angeschlossen, indem sie RT-Deutsch Bankkonten verweigern. Nun droht Russland Reaktionen an.

Seit RT-Deutsch mitgeteilt hat, es werde mit einem deutschen Fernsehprogramm auf Sendung gehen, ist eine beispiellose Propaganda-Welle über RT-Deutsch hereingebrochen. Der Spiegel hat in einem ziemlich schlechten Artikel einen Angriff gefahren (warum der Artikel schlecht war, können Sie hier nachlesen), die Bild-Zeitung hat sogar einen Spion in die Redaktion von RT-Deutsch eingeschleust, der dann ein Buch geschrieben hat, in dem er RT-Deutsch der Spionage bezichtigt (auf so etwas muss man erstmal kommen), was nun ein juristisches Nachspiel haben wird, und die Commerzbank hat RT-Deutsch die Konten gekündigt. Pressefreiheit in Deutschland?

Man stelle sich einmal vor, in Russland würde eine mehrheitlich vom russischen Staat gehaltene Bank einem deutschen Medium in Russland die Konten kündigen und auch alle anderen Banken in Russland würden es ablehnen, denen ein Konto zu eröffnen. In Deutschland wäre das Geschrei riesig, wenn der russische Staat so gegen ausländische Journalisten vorgehen würde. Und der Vergleich hinkt keineswegs, der deutsche Staat hält seit der Rettung der Commerzbank noch immer eine Mehrheit der Aktien der Bank. Aber in Berlin stellt sich die Regierung dumm und meint, sie trage keine Verantwortung für die „privatrechtliche Geschäftsbeziehung zwischen RT und seinen Banken.“

Man muss schon sehr naiv sein, wenn man glauben will, dass die deutsche Regierung nichts damit zu tun hat, dass die von ihr gehaltene Bank die Konten von RT-Deutsch nur einen Monat nach der Ankündigung, ein Fernsehprogramm zu starten, gekündigt hat. Und noch naiver muss man sein, wenn man glauben will, dass es keinen Druck und keine Absprachen mit anderen Banken in Deutschland gibt, RT-Deutsch die Eröffnung von Konten zu verweigern. RT-Deutsch ist ein guter Kunde, der nicht bankrott zu gehen droht, für die Banken ist das- gerade in diesen Zeiten – ein idealer Kunde. Aber komischerweise will keine Bank in Deutschland RT-Deutsch als Kunden.

Nun reagiert Russland. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharova, hat der dpa ein Interview gegeben, über das „Freund und Feind“ (also Spiegel und RT-Deutsch) einvernehmlich berichten. Im Spiegel konnte man lesen:

„Russland hat Einschränkungen für sein Staatsmedium RT in Deutschland beklagt und im Gegenzug in Moskau akkreditierten deutschen Medien Konsequenzen angedroht.

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