Jens Spahn – Der nimmersatte Bundeskorruptionsminister | Anti-Spiegel

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19-03-21 08:03:00,

Jens Spahn beherrscht die Schlagzeilen nicht nur wegen seines Totalversagens in der Corona-Krise, sondern auch wegen seiner Villa für über vier Millionen. Man fragt sich, wie er eine so teure Villa kaufen konnte. Ein Blick in Spahns Vergangenheit könnte das Rätsel lösen.

Jens Spahn ist einer der absoluten Berufspolitiker, die außer Politik nie etwas anderes gemacht haben. In die CDU ist er schon mit 15 eingetreten und als er 1999 sein Abitur machte, war er schon Mitglied im Stadtrat. Er machte dann noch bis 2001 eine Ausbildung zum Bankkaufmann und schon 2002 wurde er als 22-jähriger in den Bundestag gewählt.

Dort hat er sich in den folgenden Jahren in die Gesundheitspolitik eingearbeitet und war Mitglied in verschiedenen Ausschüssen zur Gesundheitsthemen. 2014 wurde er ins Parteipräsidium der CDU gewählt und damit hatte er wohl einen moralischen Anspruch auf ein Regierungsamt und so ging man auf die Suche nach einem freien Posten.

So funktioniert Politik in Deutschland: Wer sich ein hohes Parteiamt gesichert hat, der muss auch einen Regierungsposten haben, egal, ob er etwas von dem Thema versteht. Und anscheinend war nur ein Staatssekretärs-Posten im Finanzministerium frei und so wurde der Gesundheitspolitiker Spahn eben von 2015 bis 2018 Staatssekretär im Finanzministerium. Danach wurde er dann Gesundheitsminister.

Spahn gehört als Berufspolitiker zu der abgehobenen Kaste der Politiker, die jede Bodenhaftung verloren haben. Das bewies er gleich mehrfach. Interessenkonflikte und Korruption

2006 gründete mit einem Jugendfreund und einem Pharmalobbyisten eine GbR, der wiederum eine Agentur namens Politas gehörte, die „schwerpunktmäßig Klienten aus dem Medizin- und Pharmasektor“ beraten hat. Der Focus schrieb dazu:

„Als Politiker entwickelte er die neuesten Gesetze und Reformen im Gesundheitsbereich, während sein Kompagnon Müller die Kunden aus der Gesundheitsbranche in Echtzeit hätte informieren und beraten können. Einfluss und Insiderkenntnisse sind bares Geld für die Großkonzerne. (…) Politas wirbt noch heute auf seiner Website mit guten Kontakten in den Deutschen Bundestag: „Ganz gleich, ob es um eine Anhörung, ein Hintergrundgespräch oder um eine Plenardebatte geht. Wir sind für Sie dabei.““

2010 verkaufte Spahn seine Anteile an der Firma.

Aber auch als Staatssekretär fand er wieder einen Weg, von seiner Tätigkeit als Politiker finanziell zu profitieren. So beteiligte er sich an einem Start-Up, das eine Software für Steuererklärungen anbieten wollte, während er selbst im Finanzministerium saß. Diesmal flog die Sache schneller auf und nur Tage,

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