Wie erwartet: Joe Biden lehnt live übertragenes Gespräch mit Putin ab | Anti-Spiegel

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19-03-21 08:25:00,

Nachdem Joe Biden den russischen Präsidenten als „Killer“ bezeichnet hat, hat Putin ein live übertragenes Gespräch vorgeschlagen, um öffentlich über die russisch-amerikanischen Beziehungen zu sprechen und zu retten, was da noch zu retten ist. Biden hat das abgelehnt.

Nach dem Interview, in dem der Interviewer Biden in den Mund gelegt hat, Putin sei ein „Killer“, hat Putin gelassen reagiert und Biden zunächst Gesundheit gewünscht. Dann hat Putin vorgeschlagen, die beiden Präsidenten könnten ein live übertragenes Gespräch führen, welches sicher interessant für die Völker beider Länder sei, um bei den Beziehungen zwischen den USA und Russland zu retten, was noch zu retten ist. Die Botschaften zwischen den Zeilen

Ich habe die Erklärungen Putins komplett übersetzt, weil sie in meinen Augen eine ganze Reihe von Aussagen zwischen den Zeilen beinhalten. So hat Putin darauf hingewiesen, dass das bisher einzige Telefonat der beiden auf Initiative der USA zustande gekommen ist. Er hat dazu gesagt, nun ergreife Russland die Initiative und biete ein Telefonat an, allerdings unter der Bedingung, dass es live übertragen wird.

Das kann man durchaus so verstehen, dass es – sollte dieses Gespräch nicht zu Stande kommen – für lange Zeit keine weiteren Gespräche zwischen Putin und Biden geben wird, Putin würde Anrufe aus dem Weißen Haus nicht mehr entgegen nehmen. Dass er dazu bereit ist, hat er in der Vergangenheit öfters gezeigt. So hat er zum Ende von Poroschenkos Amtszeit keine Anrufe von Poroschenkos mehr angenommen. Das gleiche gab es auch schon mit Erdogan, nachdem die Türkei ein russisches Kampfflugzeug abgeschossen hatte. Putin zeigt, wo rote Linien sind und reagiert entsprechend. Das könnte bedeuten, dass es – wenn die USA mal wieder etwas von Russland wollen – für Anrufe aus dem Weißen Haus im Kreml „kein Anschluss unter dieser Nummer“ heißen wird.

Dass sich nun etwas radikal in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern geändert hat, konnte man am Freitag bereits sehen. Zu einer Videokonferenz von US-Präsident Biden mit UNO-Diplomaten hat Russland als einziges Land nicht seinen UNO-Botschafter geschickt, sondern die Stellvertreterin seines Stellvertreters. Also die wahrscheinlich rangniedrigste Diplomatin, die Russland in New York bei der UNO hat. Da Russland sich noch auf die Kunst der traditionellen Diplomatie versteht und dabei sehr auf die Form achtet, war das ein sehr deutliches Zeichen dafür,

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