Politischer Tapetenwechsel

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20-03-21 11:22:00,

Die alte politische Software wird gerade gelöscht. Alle Reminiszenzen an die Welt vor Corona werden gerade ausradiert. Konservative Parteien stehen als die Deppen da. CDU, CSU und die diversen konservativen Wählergemeinschaften werden verlacht und auf dem Kehrichthaufen der Geschichte entsorgt. Nicht dass ich diesen Parteien auch nur eine Träne hinterher weine. Mitnichten. Diese Law-and-Order-Parolen haben unser aller Leben nicht eben angenehmer gemacht in den vergangenen Jahrzehnten.

Jedoch der ungenierte Grünen-Hype lässt meine inneren Alarmglocken schrillen. Was hier als Grün verkauft wird, ist derart synthetisch, dass es nach frisch gebackenem Plastik nur so stinkt. Man schaue sich nur einmal die dilettantische, unendlich künstliche Inszenierung des virtuellen Grünen-Parteitags an: Grünen-Papst Robert Habeck als miserabel schauspielernder Staubsaugervertreter der schönen neuen Pharma- und Überwachungswelt.

Geschlagene fünfzehn Jahre haben wir nun CDU/CSU mit der Dauerkanzlerin Angela Merkel ertragen müssen. Wer auch nur ansatzweise die Weisheit der Regierungschefin infrage zu stellen wagte, der isolierte sich selber. Die Presse ließ nur höchstes Lob zu. In der frühen Neuzeit gab es die Kunstgattung der Panegyrik, soll heißen: über die Regenten nichts außer Bestes. Die synchronisierte Medien-Meute betrieb bis vor einigen Wochen nichts anderes als lupenreine Panegyrik. Und jetzt auf einmal textet Spiegel-Starkolumnist Dirk Kurbjuweit:

„Deutschland, das muss man leider sagen, wird derzeit grottenschlecht regiert, von der Bundeskanzlerin, von der Runde der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten, von einigen Ministern, namentlich von Gesundheitsminister Jens Spahn. Das muss Konsequenzen haben.“

Hossa! Im konservativen kleinen Bruder des Spiegel, dem Focus, schächtet Kolumnist Jan Fleischhauer das Renommee der bleiernen Kanzlerin:

„Jeder Tag mit ihr an der Spitze ist für das Land ein verlorener Tag (…) Mir ist unbegreiflich, dass über 60 Prozent der Deutschen in Umfragen immer noch Vertrauen in die Führungskraft der Regierung bekunden. Was ist mit den Menschen los? Muss man ihnen erst eine Fliegerbombe aufs Haus werfen, dass sie die viel gelobte Umsicht der Regierungschefin in Zweifel ziehen?“

Und schließlich noch Susanne Gaschke im konservativen Springer-Flaggschiff Die Welt:

„Merkel ist offenbar umringt und abgeschirmt von ideologisierten Beratern und hat sich in eine Haltung der kompromisslosen Rechthaberei verrannt, aus der es keinen vernünftigen Ausweg mehr gibt“ (1).

Im gleichen Atemzug wurde eine Woche vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie den Kommunalwahlen in Hessen eine verheerende Niederlage von CDU/CSU und ein triumphaler Erfolg der Grünen vorhergesagt,

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