Arbeitgeber von Spahns Ehemann verkaufte Masken an Spahns Ministerium – Der Spiegel hat keine Fragen | Anti-Spiegel

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22-03-21 10:32:00,

Der Spiegel hat in einem Artikel berichtet, dass der Arbeitgeber von Spahns Ehemann Masken an das Gesundheitsministerium verkauft hat. Dass das ein „Geschmäckle“ hat, wird beim Lesen des Artikels klar, aber der Spiegel stellt nicht die richtigen Fragen.

Der Spiegel-Artikel „Corona-Schutzausrüstung – Arbeitgeber von Spahns Ehemann verkaufte Masken ans Gesundheitsministerium“ bringt das Kunststück fertig, nur das Minimum zu berichten und bei den wichtigen Themen keine Fragen zu stellen.

Die erste Frage ist, ob es überhaupt statthaft ist, dass jemand Minister wird, der mit einem Lobbyisten verheiratet ist. Immerhin ist es der Job von Lobbyisten, die Regierung in die vom Arbeitgeber des Lobbyisten gewollte Richtung zu beeinflussen. Und was ist da praktischer für den Lobbyisten, als im wahrsten Sinne des Wortes mit einem Minister im Bett zu liegen?

Daraus folgt gleich die zweite Frage: Ist es eventuell verdächtigt, wenn sich das Pärchen Lobbyist und Minister eine Villa kaufen, die sie sich nach ihren Gehältern eigentlich gar nicht leisten können? Und ist eventuell noch verdächtiger, wenn das Pärchen per Gericht versucht, die Medien daran zu hindern, über den exorbitanten Kaufpreis von 4,125 Millionen Euro zu berichten? Noch dazu, wenn der Lobbyist selbst bei den Medien, in diesem Fall bei Burda, arbeitet?

Man stelle sich einmal vor, ein russischer Minister würde sich eine Villa kaufen, den Kaufpreis geheim zu halten versuchen, und dann auch noch mitten in einem großen Korruptionsskandal wie der Maskenaffäre stecken, was wäre da wohl in den deutschen Medien los?

Bei Spahn hat der Spiegel hingegen erstaunlich wenig Fragen.

Stattdessen kann man im Spiegel lesen:

„Auf Nachfrage des SPIEGEL teilte das Ministerium mit: »Der Vertrag mit der Burda GmbH ist nach Angebotseingang nach einem standardisierten Verfahren zu marktüblichen Preisen geschlossen und abgewickelt worden.« Ein Burda-Sprecher sagte dem SPIEGEL: »Der Vorstand der Hubert Burda Media hat dem Gesundheitsministerium im April 2020 angeboten bei der Maskenbeschaffung zu helfen, als die Bundesregierung auf dringender Suche nach Schutzmasken war.« Dabei handelte es sich laut Auskunft des Firmensprechers um den Burda-CEO Paul-Bernhard Kallen, der sich direkt an Minister Spahn gewandt hat.“

Ich will gerne glauben, dass der Chef von Burda (und damit von Spahns Mann) bei Spahn angerufen hat. Aber was ich kaum glauben kann ist, dass der Chef von Spahns Mann nicht zuerst mit seinem Angestellten gesprochen hat,

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