Frieden, Freiheit, Frühling!

frieden,-freiheit,-fruhling!

23-03-21 02:26:00,

Es dürfte die größte Demonstration gewesen sein, die die Stadt Kassel je gesehen hat. Wenn man die Berichte in den Mainstreammedien verfolgt und nicht vor Ort gewesen war, kann man den Eindruck gewinnen, dass Zehntausende gewalttätige „Coronaleugner“ und „Querdenker“ rechtswidrig durch Kassel gezogen sind, unterstützt von einer Polizei, welche mit übertriebener Gewalt gegen friedliche Gegendemonstranten vorgegangen ist und sich mit den Maßnahmenkritikern solidarisiert hat. Unsere Beobachtungen vor Ort zeigen ein differenziertes Bild.

Am Vormittag kam es tatsächlich zu Auseinandersetzungen zwischen Maßnahmenkritikern und Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE) der Polizei, bei denen seitens der Polizei auch mit Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen wurde, als diese sich auf einen spontanen Demonstrationszug begaben. Tränengas wurde eingesetzt, auch mehrere bekannte Journalisten waren hiervon betroffen, es kam zu einigen Festnahmen, Demonstrationsteilnehmer wurden durch polizeiliche Maßnahmen verletzt. Die Menschenmenge ließ sich allerdings von den Polizeisperren nicht abhalten und zog weiter durch Kassel.

Als eine Gegendemonstration mit Fahrrädern den Demonstrationszug aufhalten wollte, ging die Polizei dazwischen und entfernte Fahrräder und Gegendemonstranten von der Straße, um Zusammenstöße zu verhindern. Dies im Rahmen des unmittelbaren Zwangs durchaus deutlich und bestimmt, nach unserer Ansicht der Situation aber noch verhältnismäßig und angemessen, jedenfalls kollektiv gesehen.

Im restlichen Verlauf des Tages verliefen die Demonstrationen friedlich, die Polizei änderte ihre Einsatztaktik und ließ die Demonstranten gewähren. Trotz der großen Teilnehmerzahl kam es ab Nachmittag zu keinen relevanten Zusammenstößen mehr. Im Gegenteil, es gab mehrere Solidaritätsbekundungen seitens der Polizei, welche wir auch selbst beobachten konnten. Im weiteren Verlauf des Tages sicherte die Polizei lediglich den Verkehr und sorgte dafür, dass es keine weiteren Zusammenstöße mit Gegendemonstranten mehr gab.

Doch es greift zu kurz, erst ab Samstagvormittag zu berichten, ohne die Vorgeschichte der Demonstration zu kennen. Es muss auch die Frage geklärt werden, warum sich so viele Menschen „unkontrolliert“ und spontan in der Stadt zusammenfanden. Die Großdemonstration der „Freien Bürger Kassel“ war ursprünglich im Staatspark Karlsaue, einem 1,5 Quadratkilometer großen Naherholungsgebiet, geplant.

Die Bühne sollte auf der Karlswiese aufgebaut werden, einer Rasenfläche von vielen Zehntausend Quadratmetern, auf der auch mit den von den Behörden geforderten Abständen die erwarteten 17.500 Demonstrationsteilnehmer problemlos hätten untergebracht werden können. Zur Sicherheit meldeten die Veranstalter noch eine weitere Kundgebungsfläche an, auf der Schwanenwiese, einem Festplatz außerhalb der Innenstadt. Von beiden Kundgebungsflächen waren zudem auch Demonstrationszüge angezeigt worden.

Die Stadt Kassel verbot sämtliche Demonstrationen der Maßnahmenkritiker mit lediglich pauschalen Argumenten unter Verweis auf die Infektionslage,

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