Vernetzt und verletzt | Von Zareer Dadachanji und Ulrike von Aufschnaiter | KenFM.de

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23-03-21 02:25:00,

Das hellblaue Licht digitaler Endgeräte wirft einen Schatten auf die Gesundheit unserer Kinder.

Ein Standpunkt von Zareer Dadachanji und Ulrike von Aufschnaiter.

Dass viele Eltern die Digitalisierung der Schulbildung begrüßen, ist unumstritten. Genauso unumstritten ist es, dass Eltern die Gesundheit ihrer Kinder fördern wollen. Während Regierungen und Bildungsbehörden seit mehreren Jahren die angeblichen Vorteile der Digitalisierung unerbittlich bewerben und seit 2020 das „Fernlernen“ als besonderen Vorteil in der jetzigen Krise präsentieren, wird über die eventuellen Gesundheitsschäden in Bezug auf die Digitalisierung geschwiegen.

Die folgenden Zeilen informieren über etliche Schäden, die durch die Nutzung von Computern (einschließlich Tablets, Handys und Computerspielen) entstehen, und schlagen vor, wie man Kinder vor negativen Auswirkungen der Digitalisierung schützen kann.

Der Fokus dieses Infoblattes liegt auf den gesundheitlichen Schäden. Manch andere Nachteile der Digitalisierung werden auch thematisiert. Zitierte Quellen finden sich in der Bibliografie, am Ende des Infoblattes.

Augenverletzung und Schlafstörungen

Lichtstrahlung („blaues Licht“)

Das menschliche Auge ist an das Spektrum der Sonnenstrahlung angepasst. Die Strahlung aus den Bildschirmen von Tablets oder Handys — oft „blaues Licht“ genannt — hat ein wesentlich anderes Spektrum als Sonnenlicht und kann die Netzhautzellen beschädigen (1 bis 4). Das gilt besonders in der Wachstumsphase des Auges, also bei Kindern. Darüber hinaus kann diese Strahlung die nächtliche Produktion des Hormons Melatonin hemmen und somit zu Schlafstörungen führen (5).

Enges Blickfeld und gleichbleibender Fokuspunkt

Das Auge hat verschiedene Muskeln, die jeweils den Augapfel bewegen, die Brechkraft des Auges anpassen und die Pupillenweite kontrollieren. Wie auch bei anderen Muskeln gilt: Wenn die Augenmuskeln sich wenig bewegen, schwinden sie. Ein nicht digitalisiertes Schulkind sitzt bei seiner Arbeit an einem Tisch, wo lauter Sachen herumliegen, die es betrachtet und nach denen es immer wieder greifen muss: Bücher, Hefte, Blätter, Stifte, die Federmappe, der Anspitzer und der Radiergummi, das Lineal. Sein Blickfeld ist dementsprechend breit, und der Fokuspunkt seines Auges variiert, sodass all die Augenmuskeln sich regelmäßig bewegen. Bei der Arbeit mit einem iPad dagegen bleibt sein Blickfeld extrem eng und der Fokuspunkt gleich, sodass die Augenmuskeln sich wenig bewegen und dadurch schwinden, was zu verschiedenen Augenproblemen führen kann.

Trockene Augen durch zu wenig Blinzeln

Mit jedem Augenschlag wird Tränenflüssigkeit auf der Augenoberfläche verteilt,

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