22. Jahrestag des Jugoslawienkrieges – Chronologie des Sündenfalls der Nato | Anti-Spiegel

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24-03-21 02:00:00,

Die Nato hat 1999 ohne Mandat des UNO-Sicherheitsrates Jugoslawien bombardiert. Dabei wurden massive Umweltschäden verursacht, viele Zivilisten getötet und Teile des Landes mit Uranmunition verseucht, was heute zu erhöhten Krebsraten führt. Die Grünen sind bis heute stolz auf ihre Rolle in dem Krieg.

Da dieser Jahrestag in deutschen Medien keine Rolle spielt, habe ich einen Beitrag der russischen Nachrichtenagentur TASS zu dem Thema übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Vor genau 22 Jahren begannen NATO-Truppen, Jugoslawien im Rahmen der Operation Allied Force zu bombardieren. Die Luftangriffe der Allianz dauerten 78 Tage und trafen nicht nur das Militär, sondern auch die zivile Infrastruktur. Die Operation fand ohne Genehmigung des UN-Sicherheitsrates statt, was eine grobe Verletzung des Völkerrechts und de facto ein Akt der Aggression gegen ein souveränes Land darstellte. Diese Ereignisse forderten das Leben von Hunderten unschuldiger Menschen, markierten den Beginn des Endes der Republik Jugoslawien und verursachten enorme Umweltschäden auf dem Gebiet des heutigen Serbien. Wir erinnern daran, wie sich der Konflikt entwickelt hat und wie er angefangen hat.

Warum die NATO-Truppen die Operation starteten

Der formale Grund war die Weigerung Belgrads, „jugoslawische Truppen aus der autonomen Region Kosovo und Metochien abzuziehen“, wo der Konflikt zwischen der serbischen und der albanischen Bevölkerung eskalierte.

Seit Ende der 1980er Jahre fordern die Kosovo-Albaner mehr Autonomie für die Provinz und gründeten in den 1990er Jahren die Kosovo-Befreiungsarmee (UCK), die einen bewaffneten Unabhängigkeitskampf ausrief. 1998 begannen UCK-Kämpfer, die serbische Polizei anzugreifen. Um die Welle von Terroranschlägen zu stoppen, hat Belgrad zunächst Polizeieinheiten und dann reguläre militärische Einheiten in das Gebiet geschickt. De facto hatte in der Region ein Bürgerkrieg begonnen.

Bald kamen Berichte über ethnische Säuberungen aus dem Kosovo. Am bekanntesten war der Vorfall in dem Dorf Racak, wo die serbische Polizei im Januar 1999 45 albanische Zivilisten hingerichtet haben soll. Später stellte sich heraus, dass das eine Falschmeldung gewesen ist.

Aber dadurch ist die Lage in der Provinz in den Fokus der Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft gerückt. Die Nato-Staaten warfen Belgrad Völkermord vor und drohten mit einer Militäroperation. Die Vereinten Nationen, die EU, die OSZE und die Kontaktgruppe unter Beteiligung Russlands suchten nach einem politischen Ausweg aus der Krise. Die Verhandlungen zwischen Vertretern der serbischen Führung und den Kosovo-Albanern begannen im Februar 1999 im Pariser Vorort Rambouyed.

Am 18.

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