E-Learning: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie…?!?

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25-03-21 11:31:00,

Studie zeigt: Schüler:innen leiden stark unter dem Homeschooling im Lockdown. Die erneut erfolgte und fortgesetzte Schulschließung im Zuge der Bekämpfung der SARS-CoViD-2-Pandemie, die jetzt schon drei Monate andauert, war für uns Anlass, eine Studie über das E-Learning während des Schul-Lockdowns zu initiieren. Laut UNICEF stehen wir inmitten der größten Bildungskrise der Neuzeit. 95% der Schülerinnen und Schüler sind weltweit, so UNICEF, seit einem Jahr von Schulschließungen betroffen. 168 Millionen Kindern wurde dadurch laut des Anfang März veröffentlichten UNICEF-Reports das Recht auf Bildung ganz genommen, 234 Millionen Kinder hätten drei Viertel oder mehr des Unterrichts verpasst. Von Finn Jagow und Bernd Schoepe.

Wenn die Lage (UNICEF verfügte zum Zeitpunkt seiner Erklärung über keine Daten aus Deutschland und Europa!) auch in Deutschland gerade im Vergleich zwischen erstem und zweitem Lockdown zum Glück nicht von dieser Dramatik ist, so gelten doch auch hier – nach allem, was wir bislang über die Auswirkungen des fortdauernden Homeschoolings bzw. digitalen Fernunterrichts wissen – die Aussagen der UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore:

„Mit jedem Tag, der vergeht, bleiben Kinder, die keinen direkten Zugang zu direktem Unterricht haben, weiter zurück und die am meisten benachteiligten Kinder zahlen den höchsten Preis.“[1]

Dies müsste unserer Auffassung nach eigentlich Grund genug sein, den besonderen Lebens- und Lernbedingungen, denen unsere Schüler:innen schon zum zweiten Mal ausgesetzt sind, auf den Grund gehen zu wollen. Leider ist dahingehend bislang in der deutschen Öffentlichkeit wenig Interesse zu bemerken. Auch die Medien nehmen sich nur langsam dieses Themas an und müssen sich dabei oft auf Untersuchungen aus dem europäischen Ausland beziehen, da Deutschland hier erheblich nachhinkt. Wir hoffen, dass sich dies nun rasch ändert, damit das Problem gesamtgesellschaftlich endlich „auf den Schirm kommt“. Jedenfalls haben wir uns, als kleiner Beitrag dafür konzipiert, im Februar anhand von zwölf Fragen bemüht, etwas tiefere Einblicke in die aktuelle Erfahrungs- und Empfindungswelt unserer Schüler:innen zu erhalten. Diese Fragen gaben wir an insgesamt drei Klassen des 11. Jahrgangs der beiden Schulen aus, die wir – der eine als Klassen-, der andere als Fachlehrer – unterrichten. Wir ermunterten sie, möglichst ausführlich zu antworten, um so ein möglichst differenziertes Bild der Lage, ihrer häuslichen Situation und ihres psychischen Zustandes gewinnen zu können.

Neben den Frageaspekten, auf denen dieser Text im Weiteren näher eingehen wird, wurden die Schüler:innen auch zur häuslichen Unterstützung,

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