Was genau meint der Spiegel eigentlich? | Anti-Spiegel

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25-03-21 04:22:00,

Derzeit ist US-Außenminister Blinken in Brüssel und der Spiegel freut sich über den “anderen Kurs”, den die neue US-Regierung angeblich einschlagen will. Nur worin der bestehen soll, ist nicht zu erkennen.

Der neue US-Außenminister Blinken steht seinem Vorgänger, der Elefanten im Porzellanladen Pompeo, in nichts nach, wie Blinken erst vor wenigen Tagen bei Gesprächen mit China gezeigt hat. Nun ist der Falke in Brüssel eingetroffen und der Spiegel freut sich darüber. Nur kann ich nicht erkennen, worüber der Spiegel sich so freut. Vielleicht können meine Leser mir da weiterhelfen.

Das leuchtende Beispiel des Westens

Der Spiegel-Artikel mit der Überschrift „Gespräche in Brüssel – Blinken stellt EU enge Zusammenarbeit in Aussicht“ beginnt mit folgendem Absatz:

„Der neue US-Außenminister Antony Blinken hat der EU eine enge Zusammenarbeit in Aussicht gestellt. »Wir sehen die Europäische Union als Partner erster Wahl (…)«, sagte der Amerikaner am Mittwoch am Rande eines Treffens mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel. Es sei an der EU und den USA, zusammenzukommen und der Welt zu zeigen, dass Demokratien für die Menschen mehr tun könnten als Autokratien, betonte Blinken.“

Am Vortag hatte der Spiegel noch berichtet, dass Blinken seine Kritik an Nord Stream 2 wiederholt hat. Was der Spiegel seinen Lesern verschwiegen hat ist, dass Blinken auch die Sanktionsdrohungen gegen deutsche Firmen erneuert hat. Wenn die USA (und der Spiegel) das als „enge Zusammenarbeit“ bezeichnen, dann würde ich andere Formulierungen benutzen.

Was die USA, in denen bereits Millionen Menschen hungern, und die EU, die – im Gegensatz zu den angeblichen Autokratien – ihre Bürger seit Monaten im Lockdown einsperrt, für die Menschen tun können, erklärt der Spiegel auch nicht. Der Spiegel stellt keine kritischen Fragen, er versteht sich als Pressestelle der Nato und der USA und zitiert völlig unkritisch alle Worthülsen, die dort abgesondert werden.

Die üblichen Unwahrheiten

Weiter schreibt die Pressestelle der Nato, also der Spiegel, folgendes:

„Auch wolle man die »Herausforderungen des russischen Verhaltens« angehen, darunter das aggressive Verhalten gegenüber Georgien und der Ukraine, sowie seiner »Einmischung in Wahlprozesse«.“

Die Lüge zu Georgien wird seit mittlerweile fast 13 Jahren beim Spiegel wiederholt, obwohl der Europarat in einer Untersuchung der Ereignisse des Kaukasuskrieges festgestellt hat,

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