2021 muss die EU 60 Prozent mehr Gas aus Russland importieren, als 2020 | Anti-Spiegel

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26-03-21 04:09:00,

Wegen des politisch-medialen Kampfes gegen Nord Stream 2 wird diese Meldung es in Deutschland kaum in die Schlagzeilen schaffen. Aber der kalte Winter hat gezeigt, wie wichtig russisches Erdgas für Europa ist. Und es wird noch wichtiger werden.

Schon Mitte Februar wurde gemeldet, dass der kalte Winter die Gasspeicher in Europa im Rekordtempo geleert hat und auch wenn die extreme Kälteperiode vorbei ist, geheizt werden muss weiterhin und inzwischen sind die Gasspeicher in Europa an einer kritischen Marke angekommen. Da es wohl zu keinem schweren Wintereinbruch mehr kommen wird, werden die Verbraucher davon nichts bemerken, aber schon jetzt liefert Gazprom der EU um die Hälfte mehr Gas als im Vorjahr, um die Gasversorgung aufrecht zu erhalten. Dazu gab es eine Meldung auf der Seite des russischen Fernsehens, die ich übersetzt habe. Danach werde ich für alle, die das Thema nicht so gut kennen, einige Erklärungen anfügen.

Beginn der Übersetzung:

Die Gasreserven in den europäischen unterirdischen Speicheranlagen sind unter 30 Prozent gefallen, um die Reserven in diesem Sommer aufzufüllen, muss 1,6-mal mehr Gas als im vergangenen Jahr in die EU gepumpt werden, meldete Gazprom. Seit Jahresbeginn hat Gazprom die Gaslieferungen an die EU für eine Reihe von Ländern verdoppelt.

„Bis zum 25. März wurden insgesamt 65,5 Milliarden Kubikmeter Gas aus europäischen Speichern entnommen. Um sie wieder zu füllen, braucht es mindestens 57 Prozent mehr Gas als im letzten Jahr geliefert wurde. Dabei ist die Heizperiode noch nicht einmal vorbei“, erklärte Gazprom.

Gazprom hat die Gasexporte 2020 um 10 Prozent auf 179,3 Milliarden Kubikmeter reduziert und die Einnahmen aus Gasexporten gingen um 39,6 Prozent auf 25,25 Milliarden US-Dollar zurück.

Ende der Übersetzung

Win-Win-Situation für die EU und Russland

Die genannten Zahlen zeigen nebenbei auf, dass die Legende, Russland brauche den Gasexport zum Überleben, unwahr ist. Zwar sind 25 Milliarden Dollar pro Jahr eine Menge Geld, aber im Vergleich zum russischen BIP ist es eine sehr kleine Zahl. Wichtiger sind für Russland die Einnahmen aus dem Ölexport, die bei weit über hundert Milliarden liegen.

Für Europa ist das Gas jedoch lebenswichtig, denn ohne das russische Gas würde in Europa im wahrsten Sinne des Wortes das Licht ausgehen. Das russische Gas ist selbst mittelfristig für Europa nicht ersetzbar und ein Ersatz würde darüber hinaus wesentlich teurer werden.

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