Bürgerkrieg in Burma – Teil I: Myanmars Sicherheitskräfte sind völlig außer Kontrolle geraten.

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26-03-21 03:58:00,

Fast zwei Monate nach dem Militärcoup fahren Myanmars Sicherheitskräfte fort, die Zivilbevölkerung des Landes zu terrorisieren. In dieser Woche kam es wiederum zu schlimmem Blutvergießen im ganzen Land, brutale Schläge gegen Demonstranten nahmen weiter zu, genauso wie die Festnahmen von Aktivisten, Journalisten und Politikern. Die Armee geht verstärkt gegen friedliche Demonstranten vor und besetzte viele Krankenhäuser und Schulen im ganzen Land. Eine neue Taktik des Terrors besteht darin, nachts mit wahllosen Schüssen und Granaten in den Wohngebieten Panik zu verursachen. Auch die nächtlichen Verhaftungen gehen unvermindert weiter: sie zielen auf Aung San Suu Kyis Unterstützer, auf demokratisch gewählte Gemeindeverwalter und junge Demonstranten. Von Jinthana Sunthorn, Hong Kong. Übersetzung von der Redaktion.

Die Militärs drohen nicht mehr nur, sie töten jetzt. Oft gezielt und per Kopfschuss, was auf den Einsatz von Schafschützen schließen lässt. Kaltblütiger Mord aus dem Hinterhalt. Die Tötungen kommen außergerichtlichen Hinrichtungen gleich, ausgeführt von militärische Einheiten die bereits in der Vergangenheit an Kriegsverbrechen und an Verbrechen gegen die Menschlichkeit an ethnischen Minderheiten beteiligt waren. Mord an den Gegnern der Junta bleibt in Myanmar so lange ungestraft wie die Junta regiert. Mehr als 40 Polizisten und Soldaten sind in den letzten Tagen über die Grenze nach Indien geflohen, weil sie nicht auf ihre eigenen Landleute schießen wollten. Auf Fahnenflucht steht die Todesstrafe. Zahllose weitere Polizisten und Soldaten haben sich der Bewegung des zivilen Ungehorsams angeschlossen und sind mit ihren Waffen zu den Aufständischen übergelaufen. Sie haben angeboten, beim Aufbau einer neuen bewaffneten Streitmacht gegen die Tatmadaw zu helfen.

Es herrscht Bürgerkrieg in Burma. Wenn man Menschen gegen die Junta auf die Straßen schickt, dann muss man sie auch schützen. Man kann nicht zulassen, dass sie wie die Hasen von schießwütigen, mordhungrigen Soldaten abgeknallt werden. Wenn die Militärs die Demonstranten angreifen, wenn sie nachts plündernd und mordend durch die Wohnviertel ziehen, dann muss man sie mit einem Bleigewitter empfangen, das die Angreifer, die es überleben, niemals vergessen werden. Der Aufbau einer eigenen bewaffneten Streitmacht muss die vordringlichste Aufgabe des CRPH sein.

Der Widerstand organisiert sich

Das CRPH – das Committee Representing Pyidaungsu Hluttaw (Unionsparlament) – wurde von NLD-Abgeordneten nach dem Putsch als Herausforderung an die Legitimität der Junta-Regierung gegründet. Es operiert im Untergrund. Das CRPH unterstützt die Bewegung des zivilen Ungehorsams (CDM), eine Kampagne, die dazu aufruft, sich zu weigern,

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