Das Oster-Debakel – Ein Hauch von Freiheit weht durchs Land – 2020 NEWS

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27-03-21 09:39:00,

Ein Betrag von Cluse Krings

Kaum etwas ließe sich zum Thema “Corona” sagen, dass nicht längst schon ausgesprochen wäre. Nach mehr als einem Jahr Krise stehen zwei Lager sich statisch und unversöhnlich gegenüber: Jenes, das brav Maske trägt und jede “Maßnahme” klaglos einhält. Und das, dem die statistisch unsauberen Zahlen der Regierung aufstoßen. Doch das diesjährige “Osterwunder” verflüssigt unverhofft die bislang scharfe Grenze zwischen beiden.

Die Bevölkerungsgruppen unterscheiden sich im Wesentlichen darin, dass einmal die Angst vor einem — immer noch weit gehend unerforschten — Virus im Zentrum ihres Denkens steht, einmal die Furcht vor den wirtschaftlichen Konsequenzen der politischen Vorgaben. Je nachdem wo jemand seine Priorität setzt, erscheinen ihm die staatlichen Eingriffe in unser Leben gerechtfertigt, möglicherweise nicht einmal scharf genug, oder übertrieben und nähren die Befürchtung, dass das Kind gewissermaßen mit dem Bade ausgekippt werde, dass die vor dem Virus Geretteten hernach in Armut dahinvegetieren müssten.

Doch die Ereignisse der vergangenen Tage könnten die Lagerbildung aufbrechen, was sich als Segen für die Gesellschaft insgesamt erweisen würde. Da traf sich die Runde der Ministerpräsidenten und -präsidentinnen mit der Bundeskanzlerin zu einem Chat. Was der Anlass für diese Video-Konferenz war, können die Teilnehmer heute wohl selbst nicht mehr so genau sagen. Das Vorgehen für die kommende Zeit war ja bereits auf der vorherigen Schalte festgelegt worden, die so genannten “Inzidenzen”, bei denen Lockerungen oder Verschärfungen automatisch greifen sollten. Diese Regelungen waren als verlässlicher Leitfaden ausgegeben worden, der Planungssicherheit fürs Frühjahr geben sollte. Viele Bürger erblickten einen Hoffnungsschimmer am Horizont nach Monaten eines sich ständig verlängernden Lockdowns. Denn unter diesen “wissenschaftlichen” Kriterien war nur erstmals wieder ein Urlaub von der Daueranspannung möglich. Ein wenig normales Leben, sogar mit Sonne und Strand. Ein Flirt in ungezwungener Atmosphäre. Oder ein gemeinsames Wundenlecken und Zueinanderfinden der Paare bei einem Spaziergang entlang des Flutsaums. Ein Luftholen für die ganze Familie. Dieser “verlässliche Leitfaden”, das muss um der Ehrlichkeit Willen erwähnt werden, stieß auf nicht allzu große Gegenliebe bei den Gewerbetreibenden. Er hätte erstens bedeutet, dass die “Inzidenz” von 50, auf die seit Monaten hingearbeitet wurde, nun völlig beliebig auf 35 herabgesetzt wurde und weitere Verluste bescherte. Zweitens hätten die Läden quasi im Dreitagestakt öffnen und schließen müssen. Wer könnte eine Personalplanung für solch ein Schema leisten? Die ohnehin angespannte wirtschaftliche Lage wäre weiter verschärft worden. Dennoch biss man tapfer die Zähne zusammen.

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