Das russische Außenministerium über Vorwürfe aus dem Westen in Sachen Impfstoffe | Anti-Spiegel

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27-03-21 09:52:00,

Westliche Politiker werfen Russland das vor, was sie selbst tun: Russland soll das Thema Impfungen angeblich politisieren. Darauf hat das russische Außenministerium nun reagiert.

Vor einigen Tagen habe ich im Detail darüber geschrieben, wie der Westen das Thema Impfungen politisiert. Westliche Politiker sagen ganz offen, dass sie sich gegen den russischen Impfstoff stellen, weil sie der Meinung sind, dass Russland politisch davon profitieren könnte, wenn andere Länder seinen Impfstoff Sputnik-V benutzen. Die US-Regierung hat Staaten Mittel- und Südamerikas massiv unter Druck gesetzt, damit sie den russischen Impfstoff nicht bestellen. Gleichzeitig sind westliche Impfstoffe jedoch Mangelware, weil der Westen die Pharmakonzerne nicht zwingt, die Produktion in Lizenz zu erlauben. Meinen ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier.

Der Grund für den Mangel an Impfstoffen ist banal: Wenn sie ihre Impfstoffe selbst produzieren, verdienen die Pharmakonzerne mehr Geld, als wenn sie gegen Gebühr eine Lizenz vergeben und auch andere Firmen und Laboratorien die Impfstoffe produzieren lassen. Im Ergebnis verzögert der Westen damit aus Profitgier die Produktion von Impfstoffen, was zu unnötig verlängerten Lockdowns mit allen wirtschaftlichen und sozialen Folgeschäden führt.

Gleichzeitig beschuldigt der Westen aber Russland, das bereit ist, andere Länder seinen Impfstoff in Lizenz produzieren zu lassen, das Thema Impfungen zu politisieren. Das ist der Klassiker der westlichen Politik: Man wirft dem anderen vor, was man selbst tut – und zwar sogar dann, wenn der andere nicht einmal tut, die Vorwürfe also schlicht gelogen sind.

Dafür hat Maria Sacharova, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, in einer offiziellen Erklärung, die ich übersetzt habe, sehr deutliche Worte gefunden.

Beginn der Übersetzung:

Mit Überaschung haben wir die Aussage von US-Außenminister Blinken gehört, dass Russland angeblich „das Vertrauen in sichere und wirksame Impfstoffe gegen das Coronavirus untergräbt“. Was hat Russland damit zu tun? Zeigen Sie zumindest Ihren eigenen Medien Fakten dazu. Was wir bei der Frage der Impfungen sehen, sind viele gegenseitige Vorwürfe der westlichen Partner gegeneinander und gegen die Aktivitäten ihrer eigenen Pharmaunternehmen. Russland mischt sich nicht ein in die Zeitpläne der Lieferungen, die Reihenfolge der Impfungen in westlichen Ländern, in die Lizenzierung westlicher Medikamente oder die Aussetzung ihrer Verwendung. Wir lesen von dem was geschieht auch nur in den westlichen Mainstream-Medien selbst.

Das ist umso lächerlicher als vor dem Hintergrund der konsequent entpolitisierten Haltung Russlands,

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