Die upgedatete Menschheit

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27-03-21 09:44:00,

Die Runde eröffnet ein Statement von Klaus Schwab, Gründer des World Economic Forum (WEF). Schwab sitzt auf einem Sessel, der zu schweben scheint. Von Ferne erinnert er an den von dunklen Visionen getriebenen Colonel Kurtz in dem Film „Apokalypse Now“ von Francis Ford Coppola.

Schwab erklärt:

„Die Covid-19-Krise hat uns gezeigt, dass unsere alten Systeme nicht mehr für das 21. Jahrhundert geeignet sind. Sie hat einen grundlegenden Mangel an sozialem Zusammenhalt, Gerechtigkeit, Inklusion und Gleichberechtigung gezeigt. Jetzt ist der historische Augenblick da, nicht nur, um das eigentliche Virus zu bekämpfen, sondern auch, um das System gemäß den Bedürfnissen umzuformen, die im Zusammenhang mit Corona entstanden sind.

Wir haben die eine Wahl, passiv zu verbleiben, was dazu führen wird, dass viele Trends, die wir heute sehen, verstärkt werden. Polarisierung, Nationalismus, Rassismus und am Ende eine zunehmende soziale Unruhe mit Konflikten. Aber wir haben eine andere Wahl, wir können einen neuen Gesellschaftsvertrag ausarbeiten, der vor allem die nächste Generation integriert. (…)

Wir brauchen einen globalen Neustart. Wir müssen alle Teile unserer globalen Gesellschaft mobilisieren. (…) Wir dürfen dieses einzigartige Zeitfenster nicht verpassen. Wir können unser Verhalten ändern, um wieder in Harmonie mit der Natur zu sein, und wir können schauen, dass die neue Technik der vierten industriellen Revolution in bester Weise verwendet wird, um uns ein besseres Leben zu gestalten.“

Danach schickt UN-Generalsekretär António Guterres seine „wärmsten Grüße und besten Wünsche zum Auftakt des großen Neustarts“. „Klimawandel, Ungleichheit und die Gesetzlosigkeit des Cyberspace“ müssten ein Ende haben. „The Great Reset“ versteht die Tragödie der Pandemie als einen Weckruf.

„Es ist unausweichlich, dass wir unsere Welt neu erfinden, neu gestalten, neu beleben und neu ausbalancieren.“

Charles, Prince of Wales, sieht das ganz ähnlich. „Wir haben eine riesige Chance, etwas Gutes aus dieser Krise zu machen. Ihre beispiellosen Schockwellen könnten die Menschen empfänglich machen für große Visionen des Wandels.“

Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, sieht in der Krise eine Chance „für eine grünere, gerechtere Welt“. Und so sehen das eigentlich auch all die anderen, die hier zu Worte kommen — vom Vertreter der Bank of China über den Chef von Mastercard bis zum Vorstand von BP. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus.

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