Brutaler Polizeieinsatz bei Demos Holland, aber kein Wort in den Medien | Anti-Spiegel

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28-03-21 07:26:00,

Über die heftigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in den Niederlanden wird in Deutschland kaum berichtet, wohl auch, weil die Polizei dort mit selten gesehener Brutalität gegen Demonstranten vorgeht.

In den Niederlanden herrschen sehr strikte Corona-Einschränkungen, es gibt sogar eine nächtliche Ausgangssperre. Schon im Januar gab es heftige Proteste dagegen, über die in Deutschland jedoch kaum berichtet wurde. Am letzten Wochenende gab es wieder Proteste in den Niederlanden, über die ich am Rande berichtet habe.

Eine Woche zuvor, am 14 März, ist die niederländische Polizei in Den Haag jedoch so brutal gegen Demonstranten vorgegangen, dass sogar Amnesty International eine Untersuchung gefordert hat.

Das ist bemerkenswert, immerhin schaut Amnesty bei Menschenrechtsverletzungen im Westen sonst immer weg, selbst deren Kritik an Guantanamo kann man bestenfalls als „pflichtschuldig“ bezeichnen. Dass Amnesty International in Wahrheit ein Propaganda-Instrument des Westens ist, wurde erst vor kurzem wieder einmal unfreiwillig offenbar. Es muss also etwas wirklich schlimmes passieren, bevor Amnesty International ein westliches Land kritisiert.

Da die Vorfälle in Den Haag in den westlichen Medien derartig totgeschwiegen werden, sind die Ereignisse vom 14. März auch mir entgangen. Ich bin erst durch eine offizielle Erklärung von Maria Sacharova, der Sprecherin des russischen Außenministeriums, auf die Ereignisse aufmerksam geworden, weshalb ich die offizielle russische Erklärung übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Die ganze Welt erschauderte über das Ausmaß der unmenschlichen Grausamkeit, mit der die niederländische Polizei die jüngsten Proteste gegen die Coronavirus-Beschränkungen in dem Königreich in Den Haag niedergeschlagen hat. Die veröffentlichten Videofragmente sind mehr als deutlich: Demonstranten wurden mit Wasserwerfern zerstreut, mit Diensthunden angegriffen, mit Schlagstöcken auf die Köpfe geschlagen, eine Frau wurde sogar unter die Räder eines Autos gestoßen. Und das in einem Staat, der sich selbst zum Modell von Demokratie und Menschenrechten, zum juristischen Mekka des Friedens erklärt hat.

Es ist nicht das erste Mal, dass die niederländische Polizei auf diese Weise „für Ordnung gesorgt“ hat. Erinnern wir uns an die Proteste im Januar, bei denen Hunderte festgenommen und Dutzende Menschen verletzt wurden.

Diesmal gingen die niederländischen Sicherheitskräfte jedoch selbst nach den Maßstäben von Amnesty International zu weit, das sonst lieber schweigt. Die Menschenrechtsaktivisten zeigten sich entsetzt über solche Gräueltaten und forderten eine gründliche Überprüfung der Rechtmäßigkeit und Angemessenheit der Polizeieinsätze.

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