Bundeswehr: Seit 20 Jahren in Afghanistan und kein Ende absehbar | KenFM.de

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29-03-21 08:21:00,

Ein Beitrag von Peter Haisenko.

Es grenzt an Irrsinn, 20 Jahre lang das Gleiche zu tun, ohne dem erwünschten Ziel auch nur einen Schritt näher zu kommen. Jetzt soll der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr bis ins nächste Jahr verlängert werden.

Donald Trump hat ernsthafte Verhandlungen mit allen Parteien in Afghanistan geführt, auch mit den Taliban, um eine eigenständige Entwicklung der Situation dort und den vollständigen Abzug aller fremden Soldaten im Land zu ermöglichen. Er war dabei so erfolgreich, dass die Regierung in Kabul mit den Taliban fruchtbare Verhandlungen führte und er seine Truppen bis auf einen Rest von 2.500 Mann abziehen konnte. Diese sollten am 30. April das Land verlassen. Das Einvernehmen der Taliban mit Trump kam zustande, weil die Taliban Wohlverhalten versprachen, sobald alle fremden Truppen das Land verlassen hätten. Dann kam Biden. Er hat dieses hoffnungsfrohe Verfahren sofort gestoppt und redet sogar darüber, wieder mehr Soldaten dorthin zu entsenden. Trump hat also versucht, in Afghanistan einen Zustand wiederherzustellen, der halbwegs völkerrechtskonform ist. Biden und dem Deep-State passt das natürlich gar nicht.

Wir in Nachkriegsdeutschland sind an die Präsenz von Fremdsoldaten seit drei Generationen gewöhnt. Wie Japaner und Italiener. Wir stoßen uns nicht einmal daran, dass diese fremde Militärmacht Sonderrechte in unserem Land genießt, inklusive exterritorialer Gebiete, zu denen selbst Polizei und Regierungsmitglieder nur Zugang haben, wenn die Besatzer das genehmigen. Dieser Zustand ist weder normal, nach Völkerrecht, noch dürfte er sich verewigen – auch nach Völkerrecht und Haager Abkommen. Aber wir Deutsche sind zu einer selbstverleugnenden Nation geworden, die nicht mehr in der Lage ist, irgendwelches Unrecht gegen Deutschland auch nur anzusprechen. Das ist bei traditionell stolzen Afghanen anders. Und das, obwohl Afghanistan seit 200 Jahren immer wieder angegriffen wurde, als Kolonie existieren musste und nur kurze Zeiten der Befreiung kennt. Oder vielleicht sind sie deswegen besonders sensibel?

Die Briten haben den Opiumanbau in Afghanistan eingeführt

Manche meiner Stammleser mögen jetzt sagen, bitte nicht schon wieder, aber es muss sein. Natürlich war es das British Empire, das die Ursachen für den jetzigen Zustand Afghanistans gesetzt hat. Die Briten haben Afghanistan während des 19. Jahrhunderts mehrfach angegriffen, besetzt, kolonisiert und ausgebeutet. Wie in so vielen Teilen der Welt haben sie gewachsene,

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