Bürgerkrieg in Burma – Teil II: Der Widerstand organisiert sich

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29-03-21 01:14:00,

Der Tag der Streitkräfte am letzten Samstag entwickelte sich, wie leider zu befürchten war, zu einem Tag der Schande für Myanmar. Die Junta wollte an diesem Tag zeigen, wer in Myanmar das Sagen hat, und feierte den Tag am Morgen mit einer Militärparade und am Nachmittag bis in die Nacht hinein mit einem Schlachtfest an Demonstranten. Über 100 Menschen wurden am Samstag, oft mit gezielten Kopfschüssen, in allen Teilen des Landes getötet. Damit stieg die Zahl der Getöteten seit dem 1. Februar auf über 500. Am Sonntag flog die Luftwaffe sogar Angriffe auf die Zivilbevölkerung im Papun-Distrikt, keine 50 km von der thailändischen Grenze entfernt, weil die Armee der Karen dort einen Außenposten der Tatmadaw erobert hatte. Etwa 3.000 Menschen sind daraufhin über die Grenze nach Thailand geflohen [9]. Von Jinthana Sunthorn, Hong Kong. Übersetzung aus dem Englischen von der Redaktion.

Lesen Sie auch den ersten Teil: Bürgerkrieg in Burma – Teil I: Myanmars Sicherheitskräfte sind völlig außer Kontrolle geraten.

Bereits am Tag zuvor hatte das Militär das Morden angekündigt. Das Staatsfernsehen hatte am Freitag gewarnt, dass Demonstranten Gefahr laufen würden, „in den Kopf und in den Rücken geschossen“ zu werden. Bei der Parade in der Hauptstadt Nay Pyi Taw sagte Putschistengeneral Min Aung Hlaing, der Führer der Junta, dass das Militär das Volk schützen und nach Demokratie streben werde (sic). „Dieser 76. Tag der Streitkräfte Myanmars wird als ein Tag des Terrors und der Schande in Erinnerung bleiben“, sagte die Delegation der Europäischen Union in Myanmar. „Die Tötung von unbewaffneten Zivilisten, einschließlich Kindern, sind nicht zu rechtfertigende Handlungen.“

Zu den Feiern am Tag der Streitkräfte kamen auch offizielle Vertreter aus China und Russland.

Die Parallelregierung nimmt Gestalt an

Das CPRH hat, kurz nachdem es konstituiert war, damit begonnen, eine Parallelregierung aufzubauen, und eigene Minister ernannt. Die Parallelregierung baut Allianzen in den von ethnischen Rebellen kontrollierten Gebieten auf und verhandelt mit bewaffneten Gruppen, politischen Parteien und Komitees, die sich zusammengeschlossen haben, um das Militär zu stürzen. Ziel ist es, die verschiedenen Gruppen zu einen und gemeinsam gegen die Militärjunta vorzugehen.

Es ist klar, dass die zahlreichen ethnischen Gruppen in Burma, die seit der Unabhängigkeit im Jahre 1948 von den Militärs verfolgt und unterdrückt werden, darauf bestehen, dass ihre Forderungen nach Unabhängigkeit in einem neuen,

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