Das russische Fernsehen über die Gespräche der Außenminister Russlands und Chinas | Anti-Spiegel

das-russische-fernsehen-uber-die-gesprache-der-ausenminister-russlands-und-chinas-|-anti-spiegel

29-03-21 11:29:00,

In westlichen Medien habe ich keine Meldungen über die Chinareise des russischen Außenministers Lawrow gefunden, dabei war das eine sehr wichtige Reise, deren Auswirkungen wir wohl erst wirklich einschätzen können, wenn sich die Präsidenten der beiden Länder treffen.

In diesem Jahr jährt sich der russisch-chinesische Freundschaftsvertrag zum 20. Mal und er wird turnusmäßig erneuert. Das soll bei einem Treffen der Präsidenten der beiden Länder geschehen, das die Außenminister letzte Woche in China vorbereitet haben. Dabei sind sehr interessante Aussagen gemacht worden und russische Analysten spekulieren, um welche Elemente der Freundschaftsvertrag wohl erweitert wird.

Außerdem verschweigen die westlichen Medien den „Baumwollkrieg„, bei dem westliche Firmen – offensichtlich auf Druck aus den USA – chinesische Baumwolle boykottieren, was in China zu einem Eigentor wird, weil dort die Menschen nun die Waren der entsprechenden westlichen Konzerne boykottieren. Die Chinesen sind ein stolzes Volk und reagieren bei so etwas sehr empfindlich.

Da es in Deutschland sonst keine Berichte über den Chinabesuch des russischen Außenministers Lawrow gibt, obwohl dort offenbar wichtige geopolitische Weichen gestellt wurden habe ich den Bericht des russischen Fernsehens aus der Sendung „Nachrichten der Woche“ von Sonntagabend übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Während seines Besuchs in Peking sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow, Russland und China sollten sich schneller von den westlichen Zahlungssystemen entfernen, was die Sanktionsrisiken verringern würde. Das ist vorausschauend.

Aus China berichtet unser Korrespondent Alexander Baletsky.

In den Flammen der chinesischen Wut brennen nicht nur Turnschuhe einer berühmten amerikanischen Marke, es verbrennt ihr chinesischer Umsatz. Die Antwort der chinesischen Verbraucher an die ausländischen Marken lautet: „Ihr boykottiert unsere Baumwolle, wir boykottieren Eure Kleidung.“ Der chinesische Boykott wird auch der „digitale Tod“ genannt. Die bekannte schwedische Marke H&M, deren Buchstaben die Chinesen jetzt nur noch mit den chinesischen Hieroglyphen für „absurde Lügen und Fehler“ benutzen, ist von allen Internetplattformen Chinas verschwunden.

Im Pekinger Geschäft von H&M ist kein einziger Käufer. Ob überhaupt noch welche kommen werden, wenn das Unternehmen seine Haltung gegenüber China nicht ändert, ist fraglich. Das auf den Etiketten immer noch von hochwertiger Baumwolle die Rede ist zeigt, dass es sich dabei noch um die alte Kollektion handelt. Die Baumwollfrage ist jetzt ein politisches Thema.

Weltweite Unternehmen spielen im selben Team mit westlichen Politikern und beschuldigen China des Völkermordes an den Uiguren.

 » Lees verder

%d bloggers liken dit: