Jetzt haben wir erst einmal Corona … | KenFM.de

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29-03-21 11:40:00,

Ein Kommentar von Dirk C. Fleck.

… und da muss alles andere zurückstecken. Wie doof kann man sein, um das nicht zu verstehen? Umweltschutz? Ich bitte Sie! Ist doch längst in vollem Gange. Da, sehen Sie, die Frau da unten, sie trägt ihren Einkauf in einer Papiertüte von Rewe nachhause. Hapag Lloyd hat auf ihren Kreuzfahrtschiffen gerade die Plastikstrohhalme verbannt. Die Elbe ist so sauber geworden, dass man in ihr wieder schwimmen kann. Ich könnte Dutzende solcher Beispiele nennen.

Ironie aus.

»Das ganze menschliche Projekt ist eine Maschine ohne Bremsen, denn es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich die politischen Führer der Welt der Realität stellen werden, bevor die Katastrophe eingetreten ist. Die reichen Länder verbrauchen Ressourcen mit rücksichtsloser Missachtung der kommenden Generationen, und die armen Länder scheinen unfähig, das Bevölkerungswachstum zu beschränken, das ihre Aussichten auf eine bessere Zukunft ausradiert. Alle verfügbaren Daten sagen, dass wir den Point of No Return bereits überschritten haben und die Menschheit vor gewaltigen Erschütterungen steht«.

Es war nicht irgendwer, der das gesagt hat; es war Steward Udall, der 2010 verstorbene ehemalige Innenminister unter den US-Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson.

Wer diese Botschaft locker wegstecken kann, anstatt sie beschämt zur Kenntnis zu nehmen, ist nur ein weiteres Molekül im Sauerteig unserer Zivilisationskultur, die ausschließlich der Gier gehorcht – von oben nach unten, von innen nach außen, auf individueller wie auf gesellschaftlicher Basis. Unsere Zivilisation beruht auf der systematischen und absoluten Vermeidung von Verantwortlichkeit. Das steht fest, unverbrüchlich.

Natürlich wäre es sehr viel angenehmer, wenn wir diesem zerstörerischen Trieb mit einem veränderten Bewusstsein begegnen könnten. Vor dem Hintergrund eines global kollabierenden Wirtschafts- und Ökosystems nimmt sich das Tempo, in dem die Menschen sich ihrer selbst bewusst werden, allerdings bescheiden aus. Hinzu kommt, dass wir inzwischen auf einem gigantischen Minenfeld leben und Gefahr laufen, dass uns die Hinterlassenschaften aus der Atomindustrie, die Kriegslüsternheit der Machteliten, die weltweiten sozialen Verwerfungen, die Folgen der Genmanipulation und des Geo-Engineering und vieles andere mehr jederzeit um die Ohren fliegen können. Eine kleine Initialzündung auf dem globalen Minenfeld würde schon reichen, um eine katastrophale Kettenreaktion auszulösen.

Mit einiger Rührung habe ich vor kurzem den leidenschaftlichen Kommentar einer Frau auf Facebook zur Kenntnis genommen, die sich dagegen verwahrte, der Natur ins Handwerk zu fuschen.

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