Litauen schließt de facto die Grenze für LKW aus Russland und Weißrussland | Anti-Spiegel

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29-03-21 11:29:00,

Litauen ist bei der anti-russischen Politik eines der Ton angebenden Länder in der EU und es ist auch in der ersten Reihe beim Kampf gegen den weißrussischen Präsidenten dabei. Nun probt es die nächste Provokation.

Die EU-Sanktionen, die Litauen und andere Länder gegen Weißrussland gefordert und durchgesetzt haben, kommen als Bumerang zu Litauen zurück. Das kleine Land hat einen großen Hafen, der für das Land bis vor wenigen Wochen ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor war.

Für Weißrussland ist der Export von Benzin in die EU Benzin ein wichtiger Teil seiner Wirtschaft, das Öl dafür kommt aus Russland. Bisher wurde dieses Benzin über den litauischen Hafen Klaipeda in die EU exportiert, aber nach den fortwährenden Provokationen und Sanktionsdrohungen aus Litauen gegen Weißrussland haben Minsk und Moskau innerhalb kürzester Zeit eine Alternative gefunden. Nun wird das weißrussische Benzin mit der Bahn nicht mehr nach Klaipeda gebracht, sondern zu einem Hafen in der Nähe des russischen St. Petersburg und von dort in die EU verschifft. Ich habe über das Vorhaben schon mal in einem anderen Zusammenhang berichtet, den Artikel finden Sie hier.

Für Litauen ist das eine wirtschaftliche Katastrophe, denn der Transport von Benzin aus Weißrussland war für den Hafen lebenswichtig. Der Hafen von Klaipeda ist noch aus Sowjetzeiten und war darauf ausgelegt, den Handel mit dem sowjetischen Hinterland abzuwickeln. Weil Litauen sich aber immer aggressiver gegen Russland und Weißrussland stellt und auch den Handel immer weiter einschränkt, gibt es dieses Hinterland nicht mehr und für das kleine Litauen allein ist der Hafen völlig überdimensoniert. Das wäre so, als wenn Hamburg mit seinem riesigen Hafen nur noch sich selbst versorgen würde und nicht große Teile Europas.

Litauen hat aber aus dem Fehler nichts gelernt und nun meldet Litauen ein Computerproblem beim Zoll und verweigert de facto die Abfertigung von LKW, die aus Russland und Weißrussland kommen. Dass auch die sich Alternativrouten suchen könnten, scheint man in Litauen nicht zu bedenken, aber wenn das passiert kann Litauen den Hafen, einen der wichtigsten Wirtschaftsstandorte des Landes, praktisch schließen.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ über die Situation an den Grenzübergängen berichtet und ich habe den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

An der Grenze von Litauen zu Russland und Weißrussland haben sich Kilometer lange Staus von Lastwagen gebildet.

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