Wie der Spiegel bei Chinas Afrikapolitik kritisiert, was lobt, wenn der Westen es tut | Anti-Spiegel

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31-03-21 02:17:00,

Wieder einmal ist im Spiegel ein Artikel erschienen, der seinen Lesern mehr verschweigt als mitteilt. Und wieder betrifft er einen erklärten Feind der USA. Was die Hamburger Pressestelle der US-Regierung ihren Lesern dieses Mal alles verschweigt.

Im Spiegel ist ein Artikel mit der Überschrift „Knebelkredite für Entwicklungsländer – So funktioniert Chinas Schuldenregime“ erschienen und schon die Überschrift gibt die Richtung vor: China „knebelt“ Entwicklungsländer, um seinen politischen Einfluss zu vergrößern und natürlich würde der Westen so etwas nie tun. China ist ganz böse.

Vorweg sei gesagt, dass ich mich immer gegen Maßnahmen ausspreche, die Länder zwingen, anderen Ländern ihren Reichtum zu übertragen oder von außen Einfluss auf ihre Politik zu nehmen. Allerdings ist genau das die Politik des Westens, die man als Globalisierung bezeichnet und die uns immer als etwas Gutes verkauft wird. Daher wollen wir uns hier den Spiegel-Artikel anschauen und vergleichen, wie der Westen und China in Entwicklungsländern vorgehen.

Der Spiegel beruft sich in seinem Artikel auf eine Studie und schreibt dazu:

„Über die Konditionen der chinesischen Kreditverträge aber war bislang wenig bekannt. Details gelangten höchstens dann in die Öffentlichkeit, wenn es Skandale gab. Nun aber hat ein Forscherteam aus US-amerikanischen Universitäten und Thinktanks sowie dem Kieler Institut für Weltwirtschaft erstmals rund 100 Kreditverträge im Volltext ausfindig machen können“

Nun weiß ich aus Erfahrung, dass es sich lohnt, Studien und auch deren Autoren, auf die der Spiegel sich beruft, genauer anzuschauen. In diesem Fall liegt ja der Verdacht nahe, dass es sich um Organisationen handelt, die mit der US-Regierung in Verbindung stehen und dass die Studie nur den Sinn hat, die anti-chinesische Stimmung zu verschärfen, um die US-Politik gegen China zu unterstützen.

Ich habe schon an konkreten Beispielen aufgezeigt, dass Studien oft genau dazu genutzt werden: Jemand möchte der Öffentlichkeit seine Meinung „aufdrücken“ und bestellt dazu eine Studie, deren gewünschte Ergebnisse vorher schon feststehen. Beispiele dafür finden Sie hier, hier und hier. Studien sind daher nur dann wirklich aussagekräftig, wenn sie keine Verbindungen zu Playern und ihren Interessen haben.

Da der Spiegel die an die Studie beteiligten „US-amerikanischen Universitäten und Thinktanks“ nicht nennt, habe ich auf der Seite des Kieler Instituts für Weltwirtschaft nach der Studie gesucht und bin fündig geworden.

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