Antifa in Theorie und Praxis

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01-04-21 11:59:00,

[Anm: Dieser lesenswerte Artikel von Diana Johnstone* verdeutlicht am Beispiel der Antifa, wie sehr sich die gesellschaftspolitischen Verhältnisse in den Vereinigten Staaten und der EU bezüglich der Meinungsfreiheit ähneln. A.]

 

Von Diana Johnstone via Global Research
Übersetzungung©: Andreas Ungerer

 

Es gibt zwei Arten von Faschisten: die Faschisten und die Antifaschisten.“ ~ Ennio Flaiano, italienischer Schriftsteller und Co-Autor der bedeutendsten Drehbücher von Frederico Fellini

 

11. Oktober 2017, Global Research
In den vergangenen Wochen ist eine völlig desorientierte Linke weithin aufgefordert worden sich um eine maskierte Vorhut zu scharen, die sich selbst „Antifa“ nennt, was für antifaschistisch steht. Mit schwarzer Kleidung und Kapuzen ist die Antifa im Grunde eine Variation des Schwarzen Blocks, der in vielen Ländern dafür bekannt ist Gewalt in friedliche Demonstrationen zu tragen. Die aus Europa importierte Bezeichnung, Antifa, klingt politischer. Sie dient ebenfalls dem Zweck jene zu stigmatisieren, die sie als „Faschisten“ bezeichnet und attackiert.

Trotz ihres aus Europa importierten Namens, ist die Antifa im Grund nur ein weiteres Beispiel für Amerikas kontinuierlichen Abstieg in die Gewalt.

Historische Überheblichkeiten

Die Antifa erlangte Bekanntheit durch ihre Rolle bei der Umkehr der stolzen „free speach“ Tradition in Berkeley durch die Verhinderung der Reden von Rechtsextremisten. Aber zu Ruhm gelangte sie am 12. August bei ihrem Zusammenstoß mit Rechtsextremen in Charlottesville*, weil Trump dies mit den Worten kommentierte, daß es „gute Menschen auf beiden Seiten“ gab. Mit ausgelassener Schadenfreude nahmen Kommentatoren die Gelegenheit beim Schopf, um den verachteten Präsidenten für seine „moralische Gleichsetzung“ zu verurteilen, wobei sie der Antifa den moralischen Segen erteilen.

Charlottesville diente als Gelegenheit zur erfolgreichen Veröffentlichung eines Buches mit dem Titel, Antifa: the Antifascist Handbook, dessen Autor, der junge Akademiker Mark Bray, ein Antifant in Theorie und Praxis ist. „Die Verkaufszahlen steigen rasant an“, freute sich der Herausgeber, Melville House. Es gewann umgehend die Anerkennung führender Mainstream Medien, wie der New York Times, The Guardian and NBC, die bislang nicht dafür bekannt gewesen sind linksextreme Bücher zu rezensieren, am allerwenigsten jene die revolutionären Anarchisten.

Die Washington Post hieß Bray als Sprecher für „Aufstandsbewegungen von Aktivisten“ willkommen und beobachtete,

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