Ostern 2021: Kriegs- statt Friedensmärsche | KenFM.de

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01-04-21 12:06:00,

Das Jahr 2021 hat mit einer mächtigen Hypothek begonnen: Corona, ungelöste kriegerische Konflikte in Äthiopien, Aserbaidschan, der Westsahara und nicht zuletzt in der Ukraine, die vor Donezk und Lugansk ihr Militär verstärkt und die Häufigkeit der Beschießung der Gegenseite erhöht.(1) Im Schwarzen Meer befinden sich derzeit 18 NATO-Kriegsschiffe, darunter der große Raketenkreuzer Ticonderoga.(2) Auch die Wiederaufnahme des Baus von Northstream II heizt den Konflikt weiter an.

Ein Beitrag von Wolfgang Effenberger.

Biden nennt Putin indirekt einen Killer

Am Mittwoch, dem 17. März 2021, ging US-Präsident Joe Biden weiter als je ein Präsident vor ihm. In einem TV-Interview bejahte er die Frage, ob der russische Präsident Putin ein Killer sei und fügte noch hinzu „ein seelenloser“. Die russische Regierung beorderte daraufhin umgehend ihren Botschafter in Washington, Anatoli Antonow, nach Moskau zurück. Der russische Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin schrieb im Nachrichtenkanal Telegram: „Putin ist unser Präsident, Angriffe auf ihn sind Angriffe auf unser Land“ und stellte Bidens Aussage in einen Zusammenhang von “Hysterie” und “Ohnmacht”.(3)

In der Süddeutschen Zeitung, einem Leuchtturm deutscher Qualitätsmedien, kommentierte der USA-Korrespondent Hubert Wetzel am 17. März den Vorgang unter „US-Präsident Biden über Putin: Erst ein “Schläger”, jetzt ein “Killer”“ und tags darauf: “Biden und Putin: Du Killer, du”. Die selbstgestellte Frage „Ist es die Wahrheit?“ beantwortete er mit „Ja“, da der russische Präsident politischen Gegnern Mordkommandos auf den Hals hetze. Abschließend stellte Wetzel fest: „Insofern ist die Wortwahl des US-Präsidenten nicht falsch“.(4)Putin bräuchte sich über Konsequenzen aber keine Sorgen zu machen. Ursache sei Deutschland, das lieber „dem Killer eine überflüssige Gaspipeline baut, als die Bedenken der Freunde in Washington dagegen ernst zu nehmen“.(5)

Wer erinnert sich hier nicht an die grausame Ermordung Gaddafis und die Reaktion der US-Außenministerin Hillary Clinton? Es war ihre Stunde des Triumphs. Sie war kurz vor der Ermordung nach Tripolis geflogen “Wir kamen, wir sahen, er starb”, sagte Clinton in einem verstörenden Interview lachend vor laufender Kamera.(6)

Der deutsch-französische Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour hat diesen abstoßenden Mord damals in der ARD- Talk-Show “Menschen bei Maischberger” verurteilt: „Ich hätte Gaddafi eine Kugel in den Kopf gegönnt und nicht, dass er gepfählt worden ist mit einer Eisenstange. Und das ist eben eine Sauerei gewesen.“ Auf den Einwand von Moderatorin Sandra Maischberger,

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