Das Tor durchschreiten

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03-04-21 12:29:00,

Ich weiß, dass ich nichts weiß. — Das Sokrates zugewiesene geflügelte Wort der Antike ist heute aktueller denn je. Nur eins wissen wir: Wir leben in einer Zeit der Orientierungs- und Ratlosigkeit. Wer von uns kann sagen, was wirklich gespielt wird im großen Welttheater? Welche Gefahr geht tatsächlich von diesem Virus und seinen Mutanten aus? Welchen Ursprungs ist Covid-19 wirklich? Ist es menschengemacht? Wurde es absichtlich oder versehentlich in Umlauf gebracht? Wovor müssen wir uns wirklich schützen? Was riskieren wir? Wie sollen wir uns in diesem alles durcheinanderbringenden Geschehen positionieren?

Viele der Menschen, die bis vor Kurzem noch als wegweisend galten, schweigen stille oder geben ihrer eigenen Ratlosigkeit Ausdruck. Als an psychologischen und spirituellen Themen Interessierte stehe ich in enger Verbindung zu Menschen in therapeutischen Berufen. Schon bevor Corona begann, das Weltgeschehen zu bestimmen, wurde etlichen von uns die Begrenztheit vieler Heilmethoden bewusst. Die Grenzen der industriellen Medizin, die das Symptom bekämpft und sich um die Ursache nicht schert, sind seit Langem weithin bekannt. Doch auch feinstofflich und ganzheitlich arbeitende Therapien können in der Situation, in der wir uns aktuell befinden, oft nur wenig helfen.

Immer deutlicher wird, dass das, was von außen an uns herangetragen wird, letztlich nur wenig wirkt — sei es grob- oder feinstofflich. Der größte Heiler kann nichts machen, wenn der Patient nicht bereit für die Heilung ist. An uns liegt es, uns innerlich hierfür zu öffnen. Und selbst auf dem steinigen Weg der Selbstverantwortung ist jedes Werkzeug immer nur so gut wie derjenige, der es benutzt. Es gibt keine Wundermittel. Auch das ist bekannt. Neu für mich ist, dass ich zu diesem Zeitpunkt niemanden kenne, der forschen Schrittes und erhobenen Hauptes durch die Krise geht, niemanden, der nicht strauchelt, zweifelt und sich vorsichtig vortastet.

Kein Spezialist, kein Meister, kein Wunderheiler, kein Guru kann in dieser Situation sagen, wo der Ausgang ist.

Einen Führer gibt es nicht — und das ist gut so! Es gibt nur Individuen, die sich darauf vorbereiten, einen Schritt ins Ungewisse zu tun.

Niemand kann sagen, wie unsere nähere Zukunft aussehen wird, auch nicht diejenigen, die gerade versuchen, sich den gesamten Planeten unter den Nagel zu reißen. Denn hier ist etwas weit Mächtigeres am Werk als ein paar entseelte Größenwahnsinnige, die sich einbilden, die Strippen des Lebens in der Hand zu halten.

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