Eve of destruction? Eine Mutmaßung

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03-04-21 09:36:00,

Befürworter wie Kritiker der aktuellen Corona-Maßnahmen sind sich in einem wesentlichen Punkt einig. Sie alle neigen zu der Annahme, dass diejenigen, die uns durch diese nicht enden wollende Krise steuern, eine klar definierte Agenda verfolgen, dass sie – ungeachtet aller Turbulenzen und „Debakel“ ihres Krisenmanagements – das Heft des Handelns in der Hand halten, dass sie wissen, was sie wollen und was sie tun. Tatsächlich? Spricht nicht, ganz im Gegenteil, vieles dafür, dass die Corona-Politik längst aus dem Lot und außer Kontrolle geraten ist? Dass der „Krieg gegen das Virus“ nur Leid und Zerstörung und viele Verlierer hinterlässt? Dass also – bewusst oder unbewusst – gewaltige Destruktivkräfte entfesselt wurden, die inzwischen ein Eigenleben führen?

ULRICH TEUSCH, 3. April 2021, 0 Kommentare

Man kann grob drei Haltungen zur Coronakrise unterscheiden:

Position 1: Die Pandemie ist überaus gefährlich. Die Gegenmaßnahmen sind weitreichend, angemessen und verhältnismäßig. Die politisch und administrativ Handelnden werden von ehrenwerten Motiven geleitet. Sie sind Gute – und sie tun Gutes. Man kann zwar nicht übersehen, dass die Abwehrmaßnahmen gewisse Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen. Doch diese sind leider unvermeidbar und daher in Kauf zu nehmen.

Position 2: Die Pandemie ist real, wenn auch nicht derart gefährlich wie staatlicherseits behauptet. Die Gegenmaßnahmen laufen seit längerem aus dem Ruder. Sie sind oft unnütz, zum Teil schädlich, alles in allem unverhältnismäßig. Die Politik ist weithin beratungsresistent und streitet ihre Fehlleistungen und Versäumnisse ab. Sie hat sich in eine Sackgasse manövriert, aus der sie ohne Gesichtsverlust nicht mehr herauskommt. Darum hält sie stur Kurs – ein trotziges Weiter so.

Position 3: Die Pandemie ist zwar real, aber nicht das eigentliche Problem. Sie dient vielmehr als Vehikel, wird von interessierten Kreisen instrumentalisiert, um ganz andere Ziele zu verfolgen. Denen, die da unter falscher Flagge segeln, geht es nicht primär um das Virus und unser aller Gesundheit, sondern um den Abbau von Rechtsstaat und Demokratie zugunsten einer ausgefeilten Überwachungs- und Kontrollstruktur. Wichtigster Programmpunkt ist die Zurückdrängung des (National-) Staats. Man will die ganze Welt regieren – auch ohne Weltregierung – und nennt das „Global Governance“. Der Kapitalismus, so der Lockruf, soll anders und besser werden, nämlich grüner, sozialer, gesünder. Doch bevor man Neues schaffen kann, muss alles Hinderliche aus dem Weg geräumt werden.

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