Mut zur Menschlichkeit

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03-04-21 09:36:00,

Monster oder Philanthrop? Die öffentliche Person Bill Gates spaltet die Meinungen ebenso wie das Coronavirus. Sven Böttcher geht die Sache anders an. Er sagt, dass Bill Gates der einflussreichste Mann der Welt ist und wir ihm allein aus diesem Grund aufmerksam zuhören sollten, um zu erfahren, was er — ohne, dass irgendjemand ihn für diese Rolle gewählt hätte — so für die Zukunft der Menschheit plant, und uns dann anhand seiner eigenen Worte eine Meinung zu bilden.

Dies tut Sven Böttcher im ersten Teil seines neuen Buchs „Wer, wenn nicht Bill?“, das am 2. April im Rubikon-Verlag erschien. Böttcher setzt die Coronakrise in den großen Zusammenhang von Klimawandel und unserer „alten Normalität“. Dazu äußerte sich auch Gates in Interviews, Büchern und Artikeln. In einem Punkt stimmt Sven Böttcher mit Bill Gates, Greta Thunberg und Klaus Schwab, die er als „Team Bill“ vereint, überein: Wir brauchen einen großen Neustart.

Bei der Vorstellung, wie „Team Bill“ die „schöne neuen Welt“ gestalten will, lohnt es sich allerdings, genauer hinzusehen. Wie aufrichtig sind die bekannten, ultrareichen Visionäre, wenn sie ihre wohlwollenden Vorstellungen einer besseren Zukunft für uns alle kundtun?

Der Grund für alle Lockdowns und Impfungen ist, dass wir eine Überlastung des Gesundheitssystems vermeiden sollen, damit wir als Gesellschaft und vor allem die Ärzte nicht entscheiden müssen, wer beatmet wird und wer nicht, also wer am Leben bleiben darf und wer nicht.

Doch Politiker entscheiden jeden Tag, dass Menschen — vor allem weit weg in den ärmeren Ländern — wegen ihrer Lockdown-Strategie sterben (1). Allein dies zeigt das hohe Maß an Verlogenheit bei all den Maßnahmen und Bekundungen, es gehe um Gesundheit und Leben.

Im Rubikon-Exklusivinterview zu seinem neuesten Werk führt Sven Böttcher ein Beispiel an:

„Warum muss alle fünf Sekunden ein Kind verhungern? Wieso verhindert Bill das nicht, wenn diese Rettung aller nur 20 Milliarden Dollar pro Jahr kostet und er 150 Milliarden besitzt? Bill Gates könnte den Hunger der Welt von seinem Vermögen, also jedes einzelne Kind auf der Welt, retten fünf Jahre lang. Aber er tut es nicht.“

Allein das verrät die Scheinheiligkeit seiner philanthropischen Aktivitäten und Absichten. Bill Gates schreibt über sich selbst: „Sag mir, was dein Problem ist, und ich finde eine technische Lösung.“ Das ist sein Ansatz.

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