Zwangstests für den Schulbesuch sind abzulehnen

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07-04-21 12:47:00,

Eine Corona-Testpflicht für Kinder birgt gefährliche und nicht abschätzbare psychische Risiken. Zusätzlich sind die Aussagen der Antigen-Schnelltests laut Experten unzuverlässig. Trotzdem soll diese Testpflicht nun in zahlreichen Bundesländern eingeführt werden – das ist skandalös. Von Tobias Riegel.

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Nach den Osterferien droht für viele deutsche Schüler eine regelmäßige Pflicht, sich vor dem Schulbesuch auf Corona zu testen bzw. testen zu lassen. Diese Pläne sind scharf zu kritisieren: So ist die Rolle der Kinder bei der Infektionsverbreitung laut Aussagen vieler Experten untergeordnet und der medizinische Nutzen von mutmaßlich ungenauen Tests hoch umstritten. Von den permanenten psychischen Belastungen der Kinder durch wiederholte anlasslose Testungen, die jeweils einen Ausschluss aus der Gemeinschaft zur Folge haben können, ganz zu schweigen. Das Grundrecht auf Bildung unter den ständig erneuerten Vorbehalt eines zweifelhaften Tests zu stellen, ist infam. Die langfristigen Folgen für unsere Kinder dieser Ausschlüsse auf Abruf sind nicht abzuschätzen.

Das Verhältnis zwischen dem potenziellen Nutzen und den realen Gefahren, die die Testpflicht für Kinder bedeutet, ist aus dem Lot. Es folgen in diesem Text zahlreiche Stellungnahmen von Experten zu den riskanten und darum unverantwortlichen Plänen der Kultusminister der Länder gegenüber unseren Kindern.

Einige Bundesländer bleiben (noch) standhaft

Zunächst zu den Plänen der Kultusminister. Zahlreiche Bundesländer haben bisher eine Testpflicht für Kinder angekündigt, die in der jeweiligen Schärfe leicht variiert. Offizielle Infos zu den einzelnen Regelungen finden sich unter den folgenden Links: Niedersachsen, Bayern, Sachsen, Schleswig-Holstein, NRW, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt , Brandenburg, Saarland.

Einige Bundesländer zögern noch – so wird es interessant, ob etwa Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern oder Bremen die bislang gewährte Freiwilligkeit bei den Tests gegen die aktuelle Meinungsmache werden verteidigen können.

Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin: „Mehr Schaden als Nutzen“

Man würde sich von den zögernden Bundesländern dringend Standhaftigkeit wünschen. Denn die Zwangstests werden laut Kinder- und Jugendmedizinern mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen. Als seuchenwissenschaftlicher Laie ist man – ebenso wie die handelnden Politiker und meinungsmachenden Redakteure – auf die Expertise der Spezialisten angewiesen.

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