“Wir können uns nicht auf die Launen des Westens und darauf, mit welchem Fuß er morgens aufsteht, verlassen” | Anti-Spiegel

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08-04-21 06:55:00,

Der russische Außenminister Lawrow hat sich bei einem Arbeitsbesuche in Kasachstan zum Verhältnis zum Westen geäußert. Seine Wortwahl zeigt, wie genervt man inzwischen in Moskau über den Strom der nicht abreißenden und nie durch irgendetwas belegten Vorwürfe aus dem Westen ist.

In Moskau nimmt man den Westen immer weniger ernst und auch Gesprächsangebote werden kaum noch ernst genommen, weil Wort und Tat in den Beziehungen zu Russland beim Westen immer weiter auseinandergehen. Nur ein Bespiel: Der Westen fordert die Einhaltung des Minsker Abkommens, stimmt dann aber bei der OSZE gegen eine Resolution, sich an das Abkommen zu halten. Solche Beispiele gibt es inzwischen massenhaft.

In den USA wird derzeit diskutiert, ob man die einseitige Kündigung des Open-Skies-Vertrages wieder zurücknehmen sollte. Auf die Frage eines Journalisten zur Zukunft des Vertrages hat Lawrow geantwortet und sich dabei auch insgesamt zum Verhalten des Westens geäußert. Das russische Fernsehen hat über Lawrows Antwort berichtet und ich habe den Bericht des russischen Fernsehens übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Russland hat noch keine offizielle Mitteilung über die US-Position zum Open-Skies-Vertrag erhalten. Während eines Arbeitsbesuches in Kasachstan erklärte der russische Außenminister Lawrow, er habe keine diplomatische Note gesehen, obwohl Moskau offiziell vor dem Rückzug aus diesem Abkommen gewarnt hat.

Der Minister stellte fest, dass Washingtons Aussagen über die Bereitschaft, berechenbare Beziehungen zu Moskau aufzubauen, nicht überzeugend klingen, Russland wartet auf Taten. Und in den Vereinigten Staaten selbst sind werden derartige Schritte des Weißen Hauses zunehmend irritiert aufgenommen.

Auf der Pressekonferenz nach den Gesprächen mit dem kasachischen Außenminister Mukhtar Tleuberdi sagte Sergej Lawrow, dass die USA und ihre Verbündeten unzuverlässige Partner seien, Moskau könne sich nicht auf ihre Launen verlassen.

„Wir können uns nicht auf ihre Launen verlassen und darauf, mit welchem Fuß sie morgens aufstehen“, sagte der russische Außenminister.

Zudem bezeichnete der Minister Washingtons Linie gegenüber Moskau als dumm.

„Selbst eine so Pro-Washington ausgerichtete Struktur wie das Atlantic Councel hat Dokumente veröffentlicht, die die absolut festgefahrene, und vielleicht sogar dumme, US-Linie gegenüber Russland kritisieren, die aus Sicht der amerikanischen Ziele keine der Ergebnisse erzielen, die bei der Verhängung von Sanktionen verkündet wurden“, sagte Lawrow.

Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Regierung von Joe Biden die Möglichkeit der Ausweisung russischer Diplomaten und der Verhängung neuer Sanktionen als Reaktion auf Hackerangriffe und angebliche Einmischungen in die Wahl,

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