Slowakei beanstandet gelieferte Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik-V | Anti-Spiegel

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09-04-21 07:56:00,

Anfang März wurde in Russland gemeldet, es werde eine Desinformationskampagne gegen Sputnik-V geplant. Was jetzt in der Slowakei passiert ist, passt genau zu dem, wovor in Russland am 12. März gewarnt wurde.

Der Anti-Spiegel hat am 12. März darüber berichtet, dass eine nicht genannte Quelle im Kreml Details über eine von den USA zur Unterstützung des Pfizer-Impfstoffes geplante Desinformationskampagne genannt hat. Ich bin bei nicht genannten Quellen immer vorsichtig, aber hier scheint die Quelle richtig gelegen zu haben. Den Artikel vom 12. März finden Sie hier.

Das russische Fernsehen hat damals unter Berufung die Quelle gemeldet, dass eine Desinformationskampagne geplant sei, um das Vertrauen der Menschen in den europäischen Ländern, die Sputnik-V bereits bestellt hatten, zu zerstören. Eines der genannten Länder war die Slowakei.

Und just aus der Slowakei kamen am 8. April entsprechende Meldungen. Aber der Reihe nach.

Der damalige slowakische Ministerpräsident Igor Matovic hat ohne Absprache mit seinem Koalitionspartner Sputnik-V bestellt, was zu einer Regierungskrise in dem Land und zu seinem Rücktritt als Ministerpräsident geführt hat. Er ist aber immer noch Finanzminister.

Die ersten Impfdosen hat die Slowakei am 1. März erhalten.

Der russische Direktinvestitionsfond, der die Entwicklung von Sputnik-V finanziert hat und nun für die weltweite Vermarktung des Impfstoffs zuständig ist, hat am 6. April die schon gelieferten Impfdosen zurückgefordert und das mit Vertragsverletzungen durch die Slowakei begründet. Demnach hätte die slowakische Arzneimittelkontrolle den gelieferten russischen Impfstoff entgegen den vertraglichen Vereinbarungen nicht in einem zertifizierten EU-Labor getestet.

Am 7. April hat der russische Direktinvestitionsfond gemeldet, dass eine Fake-News-Kampagne „der Feinde von Sputnik-V in der Slowakei“ anlaufen würde.

Am 8. April hat das slowakische staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle einen kritischen Bericht über den russischen Impfstoff Sputnik V veröffentlicht. Demnach unterscheiden sich die Eigenschaften des gelieferten Impfstoffs von denen, die in dem Bericht von The Lancet zu lesen waren. Sie hätten nur den Namen gemeinsam, hieß es.

Die ersten Meldungen darüber haben die deutschen Medien offensichtlich von Nachrichtenagenturen abgeschrieben, denn sie sind teilweise wortwörtlich identisch. So konnte man zum Beispiel über die Reaktion des ehemaligen slowakischen Ministerpräsidenten Matovic bei ZDF, Welt und manager magazin praktisch wortwörtlich den gleichen Absatz lesen:

„Finanzminister Igor Matovic kritisierte negative Medienberichte auf Facebook als böswillige Verschwörung.

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