Irrwitzige (Kriegs-)Propaganda zum Thema Impfstoffe im Spiegel | Anti-Spiegel

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11-04-21 09:53:00,

Der Spiegel ist sich bekanntlich für nichts zu schade, aber dass er nun nicht nur Überschriften, sondern auch dazugehörige Artikel produziert, die sich redlich bemühen, das Niveau der Bild-Zeitung zu unterlaufen, das ist lässt sogar mich den Kopf schütteln.

Der Spiegel hat einen Artikel mit der Überschrift „Coronavirus – die Woche – Der Feind in meiner Spritze“ veröffentlicht. Über diese ziemlich plumpe Propaganda-Überschrift hat die Redaktion anscheinend sogar eine Zeitlang nachdenken müssen, denn zuerst lautete die Überschrift (nicht weniger reißerisch) „Die irrwitzige Sputnik-V-Bestellung von Markus Söder„.

Die Qualifikation von leitenden Redakteuren beim Spiegel

Bei einem solchen Niveau kann einen eigentlich nichts mehr verwundern, denn – nur zur Erinnerung – der Spiegel betrachtet sich ja selbst als seriöses Nachrichtenmagazin. Aber der Artikel ist nicht etwa im Ressort Panorama erschienen, wo man Klatsch und Tratsch über Stars und Sternchen erfahren und allerhand niveauloses Zeug lesen kann, wo ein solches Niveau also noch irgendwie verständlich wäre, nein, der Artikel ist allen ernstes im Ressort Wissenschaft erschienen.

Und der Artikel war auch nicht der Fehler eines Praktikanten, sondern der Artikel ist von Michail Hengstenberg, dem „Ressortleiter Wissenschaft und Technik“ beim Spiegel. Wenn man sich dann noch in Erinnerung ruft, dass der Spiegel regelmäßig dazu aufruft, der Wissenschaft zu vertrauen und auf die Wissenschaft zu hören, dann kann ich Spiegel-Lesern des Ressorts Wissenschaft nur dringend empfehlen, die Zeitung zu wechseln, denn beim Spiegel verwechselt der Ressortleiter Wissenschaft und Technik, was Wissenschaft und was Propaganda ist.

Aber das kann nicht überraschen, denn seine beim Spiegel veröffentlichte Vita zeigt, dass er mit Wissenschaft in seinem Leben so viel zu tun hatte, wie eine fette Sau mit Weitsprung: Er ist Berufsjournalist, das meine ich nicht abfällig, es geht nur darum, ob er in Studium oder Beruf mal mit Wissenschaft zu tun hatte. Im Studium also schon mal nicht, aber vielleicht ja in seinem Berufsleben. Schauen wir uns also seine Vita beim Spiegel an, um zu verstehen, welche Qualifikationen man beim Spiegel mitbringen muss, wenn man für das Ressort Wissenschaft verantwortlich sein möchte (Hervorhebungen von mir):

Michail Hengstenberg
Jahrgang 1976. Volontierte 1999 bis 2001 bei „blond“, anschließend Redakteur bei „blond“. 2002 Neukonzeption und Chefredaktion des Corporate Publishings „Job&Future“, 2003 Aufbau und Chefredaktion des Videospielmagazins „GEE“.

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