Russland fordert von den USA menschenwürdige Behandlung von Gefängnisinsassen | Anti-Spiegel

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11-04-21 12:21:00,

Der Westen beschwert sich ständig über Haftbedingungen in Russland. Der aktuelle Grund ist Navalny, der sich über seine Haft beschwert. Aber wie sieht es mit den Haftbedingungen im Westen, vor allem in den USA, aus?

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums hat auf Beschwerden aus dem Westen über Navalnys Haftbedingungen reagiert und nach den Haftbedingungen in den USA gefragt. Davon, wie die USA mit Häftlingen umgehen, wird in westlichen „Qualitätsmedien“ nicht berichtet. In ihrer offiziellen Erklärung hat Maria Sacharova auch die Fälle von zwei Russen angesprochen, die in US-Gefangenschaft schwer misshandelt worden sind, worüber aber im Westen praktisch nichts bekannt ist.

Zu Navalny sei angemerkt, dass die westlichen „Qualitätsmedien“ behaupten, dass Navalny in einer „berüchtigten“ Strafkolonie untergebracht wurde. Da Navalny von Aktivisten im Gefängnis besucht und das auch gefilmt wurde, gibt es Bilder der „berüchtigten“ Strafkolonie. Wenn sich aber westliche Stellen zu den Bildern äußern, wird plötzlich behauptet, das wäre ein Mustergefängnis für die Kameras, in anderen Strafanstalten Russlands wären die Zustände hingegen katastrophal. Ja was denn nun? „Berüchtigte“ Strafkolonie oder Mustergefängnis?

In ihrer offiziellen Erklärung hat Maria Sacharova, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, sich nur zu den USA geäußert, dabei wäre auch der Fall von Julian Assange in dem Zusammenhang auch erwähnenswert gewesen. Aber zu Assange äußert sich das russische Außenministerium ohnehin ständig, dieses Mal ging es um die USA. Ich habe die offizielle russische Erklärung übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Buchstäblich jeden Tag machen sich amerikanische Politiker, Ministerien und Behörden Sorgen über die Menschenrechte auf der ganzen Welt. Das ist edel, aber zuerst sollte man seine eigenen Probleme lösen, denn die brauchen Aufmerksamkeit.

Die unmenschliche Behandlung von Häftlingen durch das Gefängnispersonal in US-Haftanstalten wirft Fragen auf. Gewalt ist alltäglich geworden und verwandelt Gefängnisse, von denen viele von privaten Unternehmen betrieben werden, fast in Folterzentren, in denen Willkür und Straflosigkeit herrschen. Die Rede ist nicht von Guantanamo oder den „fliegenden“ Gefängnisse der CIA, sondern von gewöhnlichen Gefängnissen.

Nur ein Beispiel, das zeigt, wie schutzlos Menschen in amerikanischen Gefängnissen dem dort arbeitenden sadistischen Personal ausgeliefert sind. Am 20. März 2017 wurde der Häftling Ryan Samsel, der als Verdächtiger in Gewahrsam genommen und in Handschellen gelegt wurde, in der Central Correctional Facility des Metropolitan District of Columbia von zwei Wärtern zusammengeschlagen.

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