Diktatur & Krieg: Die Welt am Rande des Abgrunds | Von Ernst Wolff | KenFM.de

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12-04-21 01:13:00,

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Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die Welt befindet sich zurzeit in einem vorsätzlich herbeigeführten Ausnahmezustand. Zum ersten Mal in der Geschichte der Wirtschaft hat man es 2020 unterlassen, eine einsetzende Rezession abzufedern und ihre Folgen zu mildern. Stattdessen hat man weltweit über Wochen und Monate hinweg große Teile der Warenproduktion zum Stillstand gebracht, Lieferketten unterbrochen, die Arbeitslosigkeit auf Rekordstände getrieben und dem Mittelstand den Boden unter den Füßen entzogen.

Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind in den Industrieländern bis heute nur zu einem Teil sichtbar. Anders sieht es in den Schwellen- und Entwicklungsländern aus. Nach Schätzungen der International Labour Organisation ILO ist der Lebensstandard von fast der Hälfte der weltweit 3,3 Milliarden Arbeitnehmer 2020 gesenkt worden und nach Angaben der WHO sind zu den rund 690 Millionen unterernährten Menschen im Jahr 2020 etwa 132 Millionen Menschen dazugekommen.

Wer sich fragt, warum man im 21. Jahrhundert ganz bewusst eine solche humanitäre und wirtschaftliche Katastrophe herbeigeführt hat, der sollte einen Blick auf das globale Finanzsystem werfen, denn dort findet sich der Schlüssel zum Verständnis dieser verheerenden Entwicklung.

Das globale Finanzsystem ist vor 2020 bereits zweimal in Not geraten. Zum ersten Mal 1998, als ein US-Hedgefonds zusammenzubrechen und mehrere Großbanken der Welt mit in den Abgrund zu reißen drohte. Damals retteten die Banken das System, indem sie den Hedgefonds für knapp 4 Milliarden Dollar aufkauften und so die Fälligkeit von Zahlungen in Höhe von fast einer Billion Dollar verhinderten.

Der zweite Beinahe-Zusammenbruch erfolgte im Zuge der Weltfinanzkrise von 2007/08. Diesmal waren die Summen, um die es ging, so hoch, dass die Staaten mit Hilfe der Zentralbanken eingreifen mussten. Um die entstehenden Löcher in den Staathaushalten zu stopfen, wurde die sogenannte Austeritätspolitik eingeführt. Das heißt: Während das frisch gedruckte Geld zum großen Teil in die Taschen ultrareicher Investoren floss, wurde die arbeitende Bevölkerung dazu verurteilt, den Gürtel enger zu schnallen.

Natürlich blieb diese gewaltige Wohlstandsumverteilung von unten nach oben den Menschen nicht verborgen. Als sich dann Ende 2019 eine nicht mehr zu vermeidende weltweite Rezession abzeichnete, stellte das die Verantwortlichen vor ein Problem: Es war klar,

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