Wie in Russland über die Ukraine berichtet wird: “An allen Fronten gegen Russland” | Anti-Spiegel

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12-04-21 12:44:00,

In der Ukraine herrscht die Kriegsrhetorik vor. Diplomaten sprechen vom Krieg, der Präsident besucht in Kampfmontur die Schützengraben, Waffen und Soldaten der Nato treffen in dem Land ein.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ natürlich als Schwerpunkt die Lage in der Ukraine gehabt. Ich habe alle Beiträge aus der Sendung übersetzt, damit sich deutsche Leser einen Eindruck davon machen können, wie in Russland berichtet wird.

In diesem ersten Beitrag ging es um die Lage in der Ukraine selbst, am Ende der Übersetzung finden Sie Link zum nächsten Beitrag. Vor dem Bericht über die Lage in der Ukraine gab es noch eine kurze Einleitung des Moderators im Studio, die auch übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Der russische Präsident führte zwei Telefongespräche, eines mit Bundeskanzlerin Merkel und eines dem türkischen Staatschef Erdogan, in beiden ging es um die Ukraine. Allein die Tatsache, dass vor dem Hintergrund der offensichtlichen Zunahme der Spannungen auf der Kontaktlinie im Donbass solche Gespräche geführt werden, zeigt den Ernst der Lage und die aktiven Bemühungen Russlands, einerseits zu erklären, was geschieht, und andererseits vor unvernünftigen Handlungen zu warnen, einfacher gesagt, vor der Entfesselung eines neuen Krieges dort.

Nach Angaben des Kreml-Pressedienstes sei das Gespräch mit Merkel „detailliert“ gewesen und

„der russische Präsident und die deutsche Kanzlerin äußerten sich besorgt über die Eskalation der Spannungen im Südosten der Ukraine. Wladimir Putin wies auf die provokativen Aktionen Kiews hin, die die Lage auf der Kontaktlinie in letzter Zeit gezielt verschärft haben. Es wurde auf die Notwendigkeit einer strikten Umsetzung der bisherigen Vereinbarungen durch die Kiewer Regierung hingewiesen, vor allem auf die Aufnahme eines direkten Dialogs mit Donezk und Lugansk und die rechtliche Ausgestaltung des Sonderstatus des Donbass. Die Konfliktparteien werden zur Zurückhaltung und zur Wiederbelebung des Verhandlungsprozesses aufgerufen, um das Minsker Abkommen von 2015 als alternativlose Grundlage zur Regulierung vollständig umzusetzen. Es wurde der Wille für eine weitere enge Koordinierung durch politische Berater und Außenministerien geäußert, um die Bemühungen Russlands und Deutschlands, auch im Normandie-Format, weiter fortzusetzen.“

Die Pressemeldung klingt traditionell trocken, aber selbst diese Zeilen sind mit der Energie der Konfrontation aufgeladen, die im Donbass wächst. Es ist klar, dass es für die Türkei als wichtigen Akteur in der Schwarzmeerregion wichtig ist,

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