Wie in Russland über die Ukraine berichtet wird: Ein Korrespondentenbericht aus dem Donbass | Anti-Spiegel

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12-04-21 12:44:00,

Im russischen Fernsehen wurde ein Korrespondentenbericht aus dem Donbass gezeigt und da man in einem Konflikt immer beide Seiten anhören sollte, habe ich den Bericht übersetzt.

Das russische Fernsehen hat am Sonntag in der Sendung „Nachrichten der Woche“ natürlich als Schwerpunkt die Lage in der Ukraine gehabt. Ich habe alle Beiträge aus der Sendung übersetzt, damit sich deutsche Leser einen Eindruck davon machen können, wie in Russland berichtet wird.

Der dritte Beitrag war einen Korrespondentenbericht aus dem Donbass und da solche Bilder in Deutschland praktisch nirgendwo zu finden sind, habe ich den Bericht übersetzt. Ich empfehle, den Beitrag des russischen Fernsehens auch anzuschauen, denn zusammen mit meiner Übersetzung ist er auch ohne Russischkenntnisse verständlich.

Beginn der Übersetzung:

Ein südlicher Vorort von Donezk. Es scheint, dass das Dorf fast menschenleer ist. Aber es leben Menschen hier, obwohl die Gärten der Häuser am Ortsrand an die Schützengräben grenzen.

Die Hauptstraße des Dorfes Signalnoe führt an die Frontlinie. Hier ist die letzte Kreuzung, der Laden, die Bushaltestelle und buchstäblich ein paar Häuser weiter sind die Stellungen der Soldaten. Das heißt, die Menschen, die hier leben, stehen tatsächlich an vorderster Front. Jetzt herrscht Ruhe, was in letzter Zeit eine Seltenheit ist.

„Um die Kinder habe ich Angst. Sie werden alles hören, wenn die Offensive beginnt. Wir haben schon Angst vor all jedem Rascheln“, sagt die Frau.

In den Stellungen der Volksmiliz sind überall Warnungen wegen Scharfschützen aufgehängt. Durch das Loch kann man nur mit Hilfe von speziellen Geräten schauen.

„Der Gegner schießt oft nachts, tagsüber eher selten. In letzter Zeit hat er hauptsächlich mit Drohen Granaten abgeworfen“, sagte einer der Soldaten der Volksmiliz der DNR.

Die Kommandeure haben in den Jahren des Krieges gelernt, mit Journalisten zu arbeiten. Bei unserer Ankunft zeigen sie uns eine ganze Tüte mit Munition, die von der anderen Seite gekommen ist, einschließlich Fragmenten von Minen nach NATO-Standards.

„Wir beobachten eine Verstärkung von Ausrüstung, die nach den Minsker Vereinbarungen verboten ist, größer als Kaliber 82. Alles deutet auf die Bereitschaft des Gegners hin, zu aktiven Aktionen überzugehen“, sagte einer der Soldaten der Volksmiliz der DNR.

Ein Dorf in der Nähe des Flughafens von Donezk. Wir kamen zur gleichen Zeit hierher, als der Präsident der Ukraine den Donbass inspizierte.

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