Russische Analyse: “Kiew spielt mit hohem Einsatz” | Anti-Spiegel

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14-04-21 06:53:00,

Russische Analysten haben gegenüber ihren westlichen Kollegen den großen Vorteil, dass sie im Original hören und verstehen können, was in Kiew verkündet wird. Daher sind russische Analysen über die Situation im Donbass meist interessanter als westliche.

In der russischen Nachrichtenagentur TASS wurde eine ausführliche Analyse zur Lage im Donbass und in der Ukraine veröffentlicht und ich habe sie übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Die Situation rund um den Donbass: Kiew setzt wieder auf den Westen und spielt mit hohem Einsatz

Die Lage im Südosten der Ukraine hat sich stark verschärft: In der Region finden Manöver statt, die Rada hat ein Gesetz verabschiedet, das die Mobilisierung von Reservisten erlaubt. Und in Kiew gibt es täglich Erklärungen, in denen die traditionellen Forderungen, die Kampfbereitschaft zu stärken, um der „russischen Aggression“ zu widerstehen, mit ebenso bekannten Versprechungen zur ausschließlich diplomatischen Lösung des Konflikts im Donbass durchsetzt sind. Bereitet sich Kiew wirklich auf den Krieg vor, oder geht es um einen weiteren Propaganda-Hype, der von der ukrainischen Regierung in der Hoffnung ausgelöst wurde, die positive Aufmerksamkeit des Westens zu erregen?

Überall Mist

Vor zwei Jahren, als der Schauspieler und Komiker Wladimir Selensky noch um die Präsidentschaft kämpfte, war eines seiner wichtigsten Wahlversprechen die Einstellung der Feindseligkeiten und die friedliche Beilegung des Konflikts mit den selbsternannten Republiken im Donbass, deren Bewohner den Staatsstreich von 2014 („Revolution der Würde“) nicht akzeptiert haben. Natürlich wurde den Wählern auch wirtschaftlicher Aufschwung, Wohlstand und blühende Landschaften versprochen.

Die Wähler glaubten ihm, so dass er im zweiten Wahlgang mehr als 73 Prozent der Stimmen erhielt. Auch dem Westen hat er gefallen: jung, energisch, betont demokratisch – kurz gesagt, keine Spur von seinem Vorgänger Petro Poroschenko. Schnell wurde jedoch klar, dass der Unterschied zwischen ihnen nicht so groß ist. Sie sind sicherlich keine Zwillingsbrüder, aber in politischer Hinsicht sind sie sich sehr ähnlich. Daher kann es nicht verwundern, dass die Zustimmungswerte von Selensky im Dezember letzten Jahres auf 27 Prozent und im März dieses Jahres auf 24 Prozent gefallen sind. Übrigens sind die Werte der regierenden Präsidenten-freundlichen Partei „Diener des Volkes“ sogar noch niedriger, etwa 21 Prozent, das sind nur 1,5 Prozent mehr als bei der stärksten Oppositionspartei „Oppositionsplattform – Für das Leben.“ Dabei haben die „Diener“ bei den vorgezogenen Parlamentswahlen wenige Monate nach den Präsidentschaftswahlen einen überzeugenden Sieg eingefahren und konnten eine eigene Mehrheit im Parlament bilden.

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