Ukraine: Stehen wir vor dem nächsten (großen) Krieg?

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14-04-21 06:58:00,

Die Situation an der russisch-ukrainischen Grenze spitzt sich zu. EU-Europa folgt dabei fast bedingungslos der Konfrontationspolitik der USA und der NATO. Ein aktives Eintreten besonders von Deutschland und Frankreich für die gemeinsam erarbeiteten Ziele von Minsk2 ist nicht zu erkennen, statt dessen eine kampagnenhafte, geradezu primitive Verurteilung Russlands. Die Verantwortung für die jetzige Situation liegt bei der NATO, besonders bei den USA, aber auch bei der Bundesregierung. Die NATO-Politik ist Konfrontationspolitik, die durch die Unterstützung der aggressiven Kreise in der Ukraine kriegerische Auseinandersetzungen mindestens billigend in Kauf nimmt. Von Reiner Braun.

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„Nichts ist schwerer und
nichts erfordert mehr Charakter,
als sich in offenem Gegensatz
zu seiner Zeit zu befinden und
laut zu sagen: Nein.“

Ich stelle dieses Zitat von Kurt Tucholsky zu Beginn meiner Ausführungen, weil es auch darum geht, dem Narrativ von Mainstreampolitik und Medienberichterstattung Aufklärung und Fakten entgegenzustellen.

Wir erleben eine massive Verlagerung von Truppen und Kriegsmaterial an die Grenze zwischen der Ukraine und Russland sowie an die innere Konfliktlinie zwischen der Ukraine und den sich für unabhängig erklärten Regionen von Donbass und Lugansk. Die kriegerischen Auseinandersetzungen, der gegenseitige Beschuss an der Grenze zwischen der Ukraine und den Volksrepubliken haben massiv zugenommen – mit Opfern auch in der Zivilbevölkerung und einer erneuten Zerstörung ziviler Infrastruktur.

Die Regierung der Ukraine hat entgegen allen Waffenstillstands- und Rückzugsvereinbarungen ihre Truppen in der Krisenregion auf 90.000 erhöht (die Gegenseite hat höchstens 30.000 Menschen unter Waffen), schwere Artillerie, Raketenwerfer und Drohnen sowie über 100 Panzer in die Region verlagert (Angaben nach OSZE-Dokumenten). Dabei wurde besonders die Truppenstationierung an der Grenze zu Belorussland ausgebaut. Mehrere tausend rechtsradikale und faschistische „Kämpfer“ stehen einsatzbereit „an der Front“.

Die ukrainische Armee wurde besonders mit US-, aber auch NATO-Unterstützung massiv modernisiert. Zwischen 30% und 40% des Haushaltes der Ukraine fließen in die Rüstung. Bis zu 2.000 US-Soldaten werden 2021 vorläufig – eine permanente Stationierung verbietet die ukrainische Verfassung – in der Ukraine stationiert, eingeflogen über die Air Base Ramstein. Kriegsschiffe werden ins Schwarze Meer verlegt. Die Zeichen stehen auf militärische Offensive. Bestätigt werden die Offensivpläne u.a. vom Oberkommandierenden der ukrainischen Streitkräfte, Ruslan Chomtschak.

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